Einkommen 2021 in M-V nach Kreisen

22. August 2023

In Mecklenburg-Vorpommern verfügte 2021 durchschnittlich jeder Einwohner über 21 880 Euro Einkommen, im deutschen Durchschnitt waren es dagegen 24 415 Euro. Regional betrachtet, bestanden dabei große Einkommensunterschiede im Land. So standen den Einwohnern des Landkreises Vorpommern-Greifswald durchschnittlich nur 20 751 Euro, denjenigen des Landkreises Rostock mit 22 900 Euro dagegen 2 149 Euro mehr Einkommen für Konsum und Sparen zur Verfügung. Die Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten regional verfügbaren Einkommen im Land vergrößerte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 64 Euro je Einwohner. Für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wird das verfügbare Einkommen mit 21 700 Euro angegeben.

Basis zur Berechnung des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte ist das Primäreinkommen unter Berücksichtigung von Einkommenstransfers. So werden z. B. Steuern und Sozialbeiträge abgezogen und Sozialleistungen hinzugerechnet. Bestandteile des Primäreinkommens sind Arbeitnehmerentgelt, Betriebsüberschuss/Selbstständigeneinkommen und das Einkommen aus Vermögen.

Das Primäreinkommen der privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns betrug 2021 je Einwohner 22 307 Euro (Deutschland: 29 630 Euro), am höchsten war es mit 24 206 Euro im Landkreis Rostock und am niedrigsten mit 20 214 Euro im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte waren es 21 078 Euro. Innerhalb des Landes war der Anteil der Vermögenseinkommen am Primäreinkommen im Landkreis Vorpommern-Rügen (11,9 Prozent) am höchsten und in der kreisfreien Stadt Rostock (7,3 Prozent) am niedrigsten. Im Landesdurchschnitt betrug er 9,5 Prozent.

Das verfügbare Einkommen ist eine Nettoeinkommensgröße und zeigt, wie viel an Geld durchschnittlich jeder Einwohnerin bzw. jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen in einem Jahr zur Verfügung steht.

Die Einwohner des Landkreises Rostock hatten im Jahr 2021 mit 22 900 Euro das höchste verfügbare Einkommen Mecklenburg-Vorpommerns. Es lag um 4,7 Prozent über dem Durchschnittsniveau des Landes und erreichte 93,8 Prozent vom gesamtdeutschen Durchschnitt (M-V: 89,6 Prozent). Über das zweithöchste Einkommen im Land verfügten die Einwohner des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit 22 838 Euro, das waren 4,4 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt und 93,5 Prozent vom Bundesdurchschnitt. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald (20 751 Euro) lag das verfügbare Einkommen pro Kopf dagegen bei nur 85,0 Prozent des Bundesdurchschnitts bzw. 5,2 Prozent unter dem Landesdurchschnitt.

Der Anteil der empfangenen Sozialleistungen (dazu gehören z. B. Einkünfte aus der Altersvorsorge bzw. Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld) am insgesamt verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte betrug 2021 im Landesdurchschnitt 43,4 Prozent (Bundesdurchschnitt: 33,3 Prozent). Den höchsten Anteil der empfangenen Sozialleistungen am verfügbaren Einkommen wies 2021 die Landeshauptstadt Schwerin mit 47,0 Prozent aus, gefolgt vom Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 46,1 Prozent und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 45,8 Prozent. Am niedrigsten war dieser Anteil in den Landkreisen Rostock (39,6 Prozent) und Ludwigslust-Parchim (39,7 Prozent).


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