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Entscheiden die Warener in Kürze an der Wahlurne über eine Schwimmhalle?

18. Dezember 2015

Ein Bürgerbegehren zum Thema Schwimmhalle in Waren wird immer wahrscheinlicher. Die nötigen Unterschriften hat die FDP schon im Laufe des Jahres gesammelt, nachdem die Stadtvertreter jetzt deutlich zum Ausdruck gebracht haben, dass sie erst einmal abwarten wollen, was beim „Aqua Regia Park“ auf dem Nesselberg passiert, will FDP-Mann Toralf Schnur diese Unterschriften jetzt auch für das Bürgerbegehen nutzen.
„Ich habe nach dem Beschluss im Sommer auf das Wort der Mehrheit vertraut, was wohl falsch war, deshalb werden wir jetzt alles daran setzen, damit die Warener zu diesem Thema abstimmen können“, so Schnur gegenüber „Wir sind Müritzer.

Schwimm1Die FDP hatte in diesem Jahr bekanntlich rund 3000 Unterschriften dafür gesammelt, dass noch einmal ganz gründlich geprüft wird, ob Bau und Betreibung einer Schwimmhalle in Waren möglich sind, dann aber auf ein Bürgerbegehren zunächst verzichtet, weil die Verwaltung von den Stadtvertretern beauftragt wurde, genau das zu checken. Doch genau dieser Beschluss ist in dieser Woche von den Stadtvertretern aufgehoben worden.

 

Auf Antrag der Fraktionen SPD/Grüne, CDU und Linke ist dem Bürgermeister für die Ermittlung der wirtschaftlichsten Möglichkeit jetzt eine Frist bis Juli 2017 eingeräumt worden.

Die Fraktionen begründen das mit dem geplanten „Aqua Regia Park“ auf dem Nesselberg. Dort sei neben dem Tauchturm auch ein Schwimmbad vorgesehen. Deshalb, so die Antragsteller, soll solange abgewartet werden, bis klar ist, ob dieses Vorhaben kommt oder nicht.

„3000 Unterschriften ignoriert“

Und mehr noch: „Ich sehe keine Möglichkeit, dass in Waren ein Schwimmbad wirtschaftlich betrieben werden kann“; so Linken-Fraktionschef Rüdiger Prehn und schilderte ausführlich seine persönlichen Erfahrungen in der Röbeler Müritz Therme, die an einem späten Freitagnachmittag nur sehr spärlich besucht gewesen sei.

FDP-Politiker Schnur erklärte zum einen, dass es schon sehr dreist sei, dass die Verwaltung in den vergangenen mehr als 150 Tagen seit dem Beschluss nicht an dieser Wirtschaftlichkeitsstudie gearbeitet habe und bezeichnete es zugleich als Dreistigkeit, dass die rund 3000 Unterschriften von Warener Bürgern einfach ignoriert werden.

Zudem kenne man ja die Versprechen, dass die Einheimischen gewisse Einrichtungen nutzen dürften. Das sei vor dem Bau des Kurzentrums auf dem Nesselberg auch versprochen worden. Schwimmen dürfe man da aber heute nur gehen, wenn man eine Anwendung kauft.

Und: „Von Wirtschaftlichkeit hat nie jemand gesprochen. Auch der Millionen-Ausbau des Hafens ist nicht wirtschaftlich und wird trotzdem umgesetzt. Angeblich zum Wohle der Stadt. Auch ein Schwimmbad würde der Stadt mehr als gut tun, da kann man auch mal etwas zuschießen“, so der Liberale.

Fortsetzung folgt.

 


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