
Ursprünglich sollte die knapp zwei Jahre alte „Hanna“ vor sieben Wochen geschlachtet werden. Doch auf die Fahrt zum Schlachter hatte „Hanna“ schlichtweg keine Lust und haute einfach ab. Stundenlang schwamm Hanna Ende November durch die Müritz. Am Ende blieb sie im schlammigen Untergrund am Ostufer der Müritz, in der Nähe von Rechlin, stecken. Mehrere Stunden dauerte die spektakuläre Rettungsaktion. Dutzende Einsatzkräfte waren an der Rettung beteiligt. Erst am nächsten Tag stand fest, Hanna wird überleben.
Täglich unzählige Anrufe – Alle wollten „Hanna“ haben

„Lange haben wir überlegt, was wir machen sollen. Es kamen sogar Anrufe aus Österreich“, berichtet Jaqueline Schulz. So fingen sie an, nach und nach auszusortieren. Zwischendrin immer wieder Anrufe von zahlreichen Journalisten. „Erst riefen die vom Radio an, dann wollten Filmteams kommen. Ja, wir waren schon ganz schön überwältigt“, sagte Roberto Schulz. Erst nach Neujahr stand fest, die Kuh geht nach Hessen.
Dennoch, die Entscheidung fiel den beiden Landwirten nicht leicht. Und wieder wurde unzählige Male telefoniert. Der neue Hof ist ein wahres Paradies für Tiere. Gegenwärtig leben auf dem Hof von „Rüsselheim e.V.“ über 1.500 Tiere. Rund 500 Schweine, 550 Rinder, 350 Schafe sowie Ponys und weitere Tiere. Der Hof ist darauf spezialisiert, ganz besondere Tiere aufzunehmen. Tiere die entweder aus unzumutbaren Verhältnissen gerettet wurden, oder – wie im Fall „Hanna“ – eine besondere Geschichte haben.













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