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Gemeinsames Fest der Warener Kirchengemeinden ein voller Erfolg

8. September 2019

„Ich bin begeistert. Wir erleben hier ein großes Miteinander der Christen unserer Stadt. Die Stimmung ist einfach toll.“ Anja Lamster von der Neuapostolischen Kirchgemeinde in Waren sprach aus, was Hunderte Besucher des 2. Ökumenischen Stadtgottesdienstes am Sonnabendnachmittag dachten und fühlten. Vom Kleinkind bis zur Rentnerin waren Menschen aller Altersgruppen zur Freilichtbühne auf dem Mühlenberg gepilgert, um ein fröhliches Fest in Gemeinschaft zu erleben. Egal, ob Christ oder Konfessionsloser, ob Einwohner des Heilbades, Urlauber oder Bürger des weiten Umlandes – sie alle waren neugierig, wie wohl die zweite Auflage des Treffens nach der erfolgreichen Premiere vor einem Jahr gelingen würde.
Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht.

Das lag vor allem auch an dem Chor der Arche-Schule, dirigiert von der wie immer stark engagierten Kantorin Christiane Drese von der Kirche Sankt Georgen. Mit ihrem eindrucksvollen Singspiel „Mirjam oder Ein Binsenkorb Hoffnung“ eroberten die Mädchen und Jungen schnell die Herzen der Zuschauer. Das Stück erzählt die Geschichte des Hebräer-Jungen Mose im alten Ägypten. Der damalige Pharao soll befohlen haben, alle kleinen Knaben der Israeliten zu töten. Moses Mutter legte ihr Baby jedoch in einen Binsenkorb und versteckte ihn schließlich im Schilf des mächtigen Flusses.

Moses Schwester Mirjam sollte auf den Korb aufpassen. Doch der Behälter samt Knaben trieb den Fluss entlang. Bis die Tochter des Pharaos den kleinen Jungen fand und ihn aufzog. Eine Geschichte aus dem Alten Testament mit ganz aktuellen Bezügen zur Gegenwart. Denn nach wie vor werden Menschen in vielen Teilen der Welt unterdrückt und zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Mit gravierenden Auswirkungen auch hierzulande.

Nach dem mit viel Applaus belohnten Auftritt der Arche-Schüler nutzten viele Besucher die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen sowie einem warmen Imbiss mit anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. „Ach, du bist ja auch hier. Schön, dich mal wieder zu sehen!“ Solch ein Gesprächsauftakt war häufig zu hören. Aber auch die Vertreter der verschiedenen Kirchen und Konfessionen hatten so manche Frage über die Arbeit ihrer Gemeinden zu beantworten. Die zahlreichen Kinder hatten derweil die Möglichkeit, sich in einer Bastelstraße unter sachkundiger Anleitung zu beschäftigen.

Wer indes an einem Quiz mit zehn Fragen teilnahm, musste sich sehr gut mit dem kirchlichen Leben auskennen. Wissen Sie zum Beispiel, was ein Tabernakel oder ein Parament ist? Oder in welchem Kapitel der Bibel die Geschichte von der Arche Noah steht? Nur Wenige konnten alle Fragen richtig lösen, erhielten dafür aber kleine Preise.

Mitmachen war auch beim großen Finale angesagt, als mehrere Chöre gemeinsam Lieder wie Mendelssohn-Bartholdys „Verleih uns Frieden“, Mozarts „Laudate Dominum“ oder Händels „Halleluja“ sangen und die Zuhörer zum Mitmachen animierten.

Pastor Marcus-Johannes Wenzel von der Gemeinde Sankt Marien sprach zum Abschluss von einem erneut gelungenen Fest. Er bedankte sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die das Treffen erst möglich gemacht haben. Zum Beispiel etliche Frauen, die leckere Kuchen beisteuerten. Einen besonderen Dank ernteten aber Nils Düwell, der Intendant der „Müritz-Saga“, und seine Familie und Unterstützer, die die technische und gastronomische Logistik der Freilichtbühne zur Verfügung stellten und an den Tresen selbst fleißig mitwirkten.

Alle Gäste freute es, als Pastor Wenzel schließlich eine dritte Folge dieser Veranstaltung aus Anlass des Weltfriedenstages für Anfang September 2020 ankündigte. Zunächst warb der Kirchenmann jedoch dafür, bitte recht zahlreich an der für den 20. September geplanten Demonstration der Bewegung „Fridays for Future“ um 10 Uhr auf dem Neuen Markt in Waren teilzunehmen. Es müsse unser aller Anliegen sein, im Interesse des Erhalts der Menschheit aktiv für den Klimaschutz einzutreten.

Text und Fotos: Bernd Büchler

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