
Die berufstätige Bevölkerung ist die meiste Zeit des Tages am Arbeitsplatz. Auch dort sollte man ans regelmäßige Trinken denken. Die Theorie kennt jeder, aber wie sieht es in der Praxis aus? Vor allem in einem stressigen Job wie in einem Klinikum?
Hat ein Mitarbeiter einen klassischen Bürojob und seine Wasserflasche vor sich zu stehen, schafft man es sicher recht leicht, ausreichend zu trinken. Wie lösen dies aber Berufsgruppen wie Krankenschwestern und Pfleger, die im Schichtdienst arbeiten, nicht immer eine Getränkeflasche griffbereit haben und oft so stark in die pflegerischen Tätigkeiten und medizinischen Dienst am Patienten eingespannt sind, dass sie es schlicht weg einfach vergessen ihren Flüssigkeitshaushalt regelmäßig aufzufüllen?

„Unsere Schwestern und Pfleger arbeiten seit jeher im Dreischichtsystem. Es ist immer sehr viel zu tun und sicher vergisst man vor lauter Fürsorge für die Gesundheit der Patienten auch oftmals seine eigene Gesundheit. Das ist einem selbst in diesem Moment vielleicht gar nicht so bewusst, aber beim ausreichenden Trinken fängt es an“, erklärt Pflegedienstleitung Antje Köpcke.
Sticker soll bei der richtigen Trinkmenge helfen

Darunter Sticker für die Wasserflaschen mit Markierungen für die alle 1,5 Stunden zu trinkende Menge. Die 250 Schwestern und Pfleger des Klinikums sollen den Selbsttest machen und bewusst die entsprechend markierte Menge Flüssigkeit zu sich nehmen. „Wir haben in anderen Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass die Mitarbeiter nachdem sie ein paar Tage ganz gezielt auf ihr Trinkverhalten geachtet haben, sich dieses dann automatisiert hat“, berichtet Mario Homuth.
Die häufigsten Anzeichen dafür, dass man zu wenig getrunken hat, sind übrigens: Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, trockene Lippen und trockene Haut bis hin zu Verstopfungserscheinungen.
„Es ist sehr sinnvoll, darauf zu achten wirklich regelmäßig zu trinken. Die Sticker an der Flasche, welche die Markierung für die Menge angeben, die wir alle eineinhalb Stunden trinken sollen, helfen sehr gut dabei. Außerdem sehen die Flaschen mal bunter aus und einfach anders. Die Aktion bringt auf jeden Fall Spaß“, sagt Schwester Franziska von Station 7.
Text und Fotos: Jenny Thoma/Mediclin Müritz-Klinikum












Ich finde es Gut, wenn Arbeitgeber darauf achten, dass Ihre Mitarbeiter genug trinken.
Allerdings ist es beim Küchenpersonal so, dass Sie den Arbeitsplatz verlassen müssen um im Büro etwas zu trinken. Bei 40°C in der Küche und dann vielleicht noch am Herd ist es elendig warm und den Mitarbeitern ist es nicht erlaubt sich eine Flasche dort in die Nähe zu stellen. Zum trinken im Büro ist nämlich dank Personalmangel gar keine Zeit. Schlussfolgernd trinken die Köche und Abwäscher eigentlich fast garnichts.
Da sollten die Regeln unbedingt überdacht werden. Da das absolut nicht mit dem gutem Willen dieser Aktion zusammen passt.