Hans-Dietrich-Genscher hat auch an der Müritz Spuren hinterlassen

1. April 2016

Gen1Hans-Dietrich Genscher ist in der Nacht zum Freitag im Alter von 89 Jahren in Wachtberg-Pech an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben. Genscher war 18 Jahre lang Außenminister und maßgeblich an der Einheit Deutschlands beteiligt. Was kaum jemand weiß, Genscher engagierte sich auch an der Müritz. Das „Wunder von Nossentin“ –- ohne Genscher wäre das nicht möglich gewesen.

Jahrelang kümmerte sich niemand um die Dorfkirche Nossentin. Um diesen Zustand zu ändern, gründete Nenard Geißler im Jahr 2000 mit weiteren sechs Aufrechten seines Dorfes den Verein zur Erhaltung der Dorfkirche Nossentin e.V., und auch der ehemalige Pastor Dr. Ulrich Müller machte mit.

„Hans-Dietrich Genscher übernahm die Schirmherrschaft. Ohne Genscher hätten wir es nicht geschafft. Ich bin tief bestürzt über die Nachricht vom Tod Genschers.
Hans-Dietrich Genscher hat die Menschen in Nossentin mit wenigen Worten begeistert. Ein ehrlicher und aufrichtiger Mensch ist von uns gegangen“, sagte uns Dr. Ulrich Müller.

Die Dorfkirche von Nossentin ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Insgesamt flossen über 650.000 Euro in die einsturzgefährdete Kirche. Über 300.000 Euro kamen alleine durch anonyme Spender zusammen.

Auch Pastor Eckhard Kändler von der Kirchgemeinde Malchow zeigte sich bestürzt.
„Als ich heute vom Tod Genschers erfahren habe, musste ich sofort an Nossentin denken. Wir haben Hans-Dietrich Genscher viel zu verdanken. Ein großartiger Mensch, der sich offen und verbunden für die Dorfkirche eingesetzt hat.“

Quelle: Nonstopnews Müritz

Foto unten: Hans-Dietrich Genscher in Nossentin mit Pastor Ulrich Müller (Mitte) und Nenard Geißler

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