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Heiße Klima-Debatte im kühlen Bürgersaal

22. Mai 2014

Dass es auf der letzten Warener Stadtvertretersitzung vor der Wahl nicht unbedingt harmonisch zugehen wird, haben zahlreiche Volksvertreter im Vorfeld geahnt. Dass es aber ausgerechnet richtig kracht, wenn’s um den Klimaschutz geht, war so nicht vorhersehbar. Das paradoxe für einige Beobachter: Die Stadtvertreter diskutierten in einem extrem herunter gekühlten Bürgersaal – der Klimaschutz lässt grüßen.

In der Diskussion ging’s aber nicht um Sinn oder Unsinn der Klimaanlage, sondern zum einen um die Absicht der Stadt, einen Kimaschutzmanager einstellen zu wollen. Und es ging um das Konzept, das in den vergangenen Monaten durch einen hochkarätig besetzen Klimarat erarbeitet wurde.
FDP-Fraktionschef Toralf Schnur kann mit all dem nicht viel anfangen und hat daraus auch keinen Hehl gemacht. Zum einen kritisierte er wie auch CDU-Fraktionschef Ralf Spohr, dass eine Extra-Stelle geschaffen werden soll, zum anderen bezeichnete Schnur das alles als „Unfug und Quatsch“.

Und bei dieser Aussage platzte dem SPD-Mann Ralf Schütze der Kragen. In dem Klimarat hätten gestandene Wirtschaftsleute wie WOGEWA-Chef Martin Wiechers, Stadtwerke-Geschäftsführer Eckhart Jäntsch oder Möwe-Chef Wolfgang Sengewisch mitgearbeitet und ihre Erfahrungen und Ideen eingebracht. „Und wenn Sie, Herr Schnur, das jetzt als Unfug und Quatsch bezeichnen ist das eine bodenlose Frechheit und an Arroganz nicht mehr zu überbieten“, sagte Ralf Schütze.

Letztendlich bekam das vorgelegte Konzept eine Mehrheit. Allerdings hatte Schnur schon im Vorfeld angekündigt, die Kommunalaufsicht bemühen zu wollen, um gegen diesen Beschluss vorzugehen.

Das komplette Klimaschutzkonzept mit all den vorgeschlagenen Maßnahmen hier zu veröffentlichen, würde den Rahmen sprengen. Sobald die Stadt das Konzept online gestellt hat, reichen wir den entsprechenden Link nach.


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