Hilfe für Eichhörnchen: Tipps für den richtigen Umgang

12. Februar 2020

Eichhörnchen halten Winterruhe und keinen Winterschlaf. Das bedeutet, dass sie in der kalten Jahreszeit zwar ihren Energiebedarf runterschrauben und viel schlafen, aber tagsüber trotzdem auf Nahrungssuche gehen. Doch gerade in der Stadt und in urbanen Gegenden ist es für die niedlichen Nager oft schwierig, ausreichend Futter zu finden. Christian Erdmann, Geschäftsführer  Wildtierexperte bei VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie man Eichhörnchen durch den Winter helfen kann.

 „Eichhörnchen sind den Sommer über fleißig und legen sich Vorräte an. Auch wenn sie in der kalten Jahreszeit weniger aktiv sind, verlassen sie ihren Kobel täglich, um nach Nahrung zu suchen. Doch gerade in der Stadt ist das nicht immer leicht. Deshalb schadet es nicht, den Tieren das ganze Jahr über zusätzliches Futter anzubieten“, sagt der Wildtierexperte.

Nager lieben Nüsse

Eichhörnchen lieben Nüsse und Samen, aber auch Sonnenblumenkerne, Möhren, Äpfel oder Birnen schmecken ihnen. „Wichtig ist, das Futter nicht einfach auf den Boden zu streuen, sondern an verschiedenen erhöhten Stellen auszulegen. Ansonsten können Katzen den Nagern gefährlich werden. Vogelhäuser bieten sich dafür gut an.“

Futter ist wichtig, Wasser noch wichtiger

Wichtiger noch als die Extra-Portion Haselnüsse sind allerdings Trinkmöglichkeiten. In stark bebauten Gebieten mit asphaltierten Straßen und Gehwegen finden sich nur wenige Wasserstellen für Tiere. „Man kann den Eichhörnchen also das Leben ein bisschen erleichtern, wenn man hier und da ein paar Schälchen mit Wasser aufstellt.“

Aber Vorsicht: Große Wasserquellen, wie offene Regentonnen oder Pools, sollte man abdecken. Wenn es keine Randbepflanzung gibt, können sich die Tiere nicht gut festhalten und reinfallen. In dem kalten Wasser können sie schnell ertrinken. „Wenn man die Regentonne nicht abdecken möchte, kann man auch einen großen Ast oder eine Harke in die Tonne stellen. So können die Eichhörnchen in der Not selber wieder aus der Tonne klettern“, erklärt der VIER PFOTEN Wildtierexperte.

Naturnaher Garten bietet Zuflucht

Wer einen Garten hat, macht Eichhörnchen glücklich, wenn man diesen möglichst naturnah gestaltet. Eichhörnchen lieben es, in großen Bäumen zu klettern und finden in wilden Hecken ausreichend Material, um sich ein gemütliches warmes Nest zu bauen. „Steingärten sind nicht nur für Insekten lebensfeindlich. In grünen Gärten mit Büschen, Hecken und Bäumen finden Vögel, Insekten und Eichhörnchen das ganze Jahr über Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten“, so Erdmann.

Erste Hilfe für Eichhörnchen

Verletzte Eichhörnchen suchen oft aktiv die Nähe zum Menschen. Wem so ein hilfsbedürftiges Eichhörnchen begegnet, sollte es wärmen und in einer luftdurchlässigen Kiste oder einem Schuhkarton zu der nächsten Auffang- oder Wildtierstation bringen.

Weitere Informationen zu heimischen Wildtieren: www.vier-pfoten.de/unseregeschichten/ratgeber-wildtiere


Eine Antwort zu “Hilfe für Eichhörnchen: Tipps für den richtigen Umgang”

  1. Karl-Heinz Schwenn sagt:

    Wunderbare Informationen. Ich füttere täglich 2 bis 3 Eichhörnchen. Und das nun schon seit über 3Jahren. Es ist was ganz besonderes. Ich bin jetzt schon über 89 Jahre und durfte so was erleben.

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