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Impfschutz gegen Keuchhusten nicht vergessen

20. Februar 2020

Jedes Jahr erkranken zehntausende Menschen in Deutschland an Keuchhusten. Allein im Jahr 2018 waren 39.000 und im Jahr zuvor 48.000 BARMER-Versicherte wegen der Infektionskrankheit beim Arzt. Vor diesem Hintergrund rät die BARMER Erwachsenen, den eigenen Impfstatus und den ihrer Kinder zu überprüfen. „Der Impfschutz gegen Keuchhusten hält maximal 10 bis 20 Jahre. Nach der Grundimmunisierung sollte die erste Auffrischungsimpfung im Vorschulalter, die nächste zwischen neun und 16 Jahren und eine weitere im Erwachsenenalter erfolgen“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER.

Die Auffrischungsimpfung sei selbst dann erforderlich, wenn man schon einmal an Keuchhusten erkrankt gewesen sei. Andernfalls drohe den Betroffenen bei einer Pertussis-Infektion über Wochen massiver Husten bis hin zum Erbrechen. Bei etwa jedem vierten erwachsenen Keuchhusten-Patienten könne es sogar zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung kommen.

Zu geringe Impfquote bereits im Kindesalter

Bereits in den ersten Lebensjahren seien zu wenige Kinder gegen Keuchhusten geimpft. Dabei sollte die Durchimpfungsquote bei 95 Prozent liegen, damit eine sogenannte Herdenimmunität entstehen könne. Unter den BARMER-versicherten Sechsjährigen hätten im Jahr 2017 jedoch nur 87,6 Prozent der Mädchen und 88,0 Prozent der Jungen eine komplette Grundimmunisierung erhalten, sagt Günther mit Blick auf Daten des jüngsten BARMER-Arzneimittelreports.

Die Impflücken bestünden auch bei Jugendlichen. „In den vergangenen Jahren hatten zwischen 50 und 139 von 100.000 BARMER-versicherten Minderjährigen Keuchhusten. Um diejenigen Personen bestmöglich zu schützen, die sich nicht impfen lassen können, sollte der Wert dauerhaft bei unter 50 Erkrankten liegen“, so Günther.

Allen voran sollten sich Eltern von Babys und Kleinkindern gegen Keuchhusten impfen lassen, wofür die BARMER die Kosten übernehme. „Besonders gefährlich ist Keuchhusten für Säuglinge, bei denen es schlimmstenfalls zum Atemstillstand kommen kann. Deshalb werden erkrankte Säuglinge auch direkt im Krankenhaus behandelt“, sagt Günther.


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