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Kajakfahrer treibt stundenlang im See

28. September 2020

Einer wasserdichten Kajaktonne und mehreren Schutzengeln hat ein 53-jähriger Wassersportler in Schwerin wohl sein Leben zu verdanken. Der Schweriner war bei Regenwetter am Samstag auf den Schweriner Innensee hinaus gepaddelt. Er fuhr ein Doppelkajak, aber allein. Als am Nachmittag der Wind auffrischte, kenterte das Kajak und alle Versuche, es wieder aufzurichten, schlugen fehl. Der sportliche Schweriner rief zwar um Hilfe, aber bei diesem Wetter war niemand am Ufer unterwegs, der ihn hörte.
Letztlich kam der Mann auf die Idee, sich an die Kajaktonne zu hängen und treiben zu lassen.

Diese Tonnen sind eigentlich dafür da, die Sachen und Wertsachen trocken zu lagern. So trieb der Mann nach Schätzung der Polizei von 17 Uhr bis kurz nach Mitternacht im 17 Grad kaltem Wasser – bis er die Schlossinsel erreichte. Dort ertappt ihn bei Dunkelheit der Schloss-Wachschutz und holte die Rettungskräfte, die ihn ins Klinikum brachten.

Dem stark unterkühlten Kajakfahrer soll es inzwischen besser gehen, er sei aber noch in der Klinik. Das Paddelboot, das er an eine Fahrwegtonne gebunden hatte, ist wohl abgetrieben, so dass die Suche noch andauert. Warum der Mann bei dem Wetter auf den See wollte, hat er den Beamten allerdings noch nicht plausibel erklären können.


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