
Denn Annika und Marcel Schmalfeld bestellen bequem vom heimischen Sofa aus. Sie gehören zu den ersten Kunden von „dein.edeka.de“ und damit in Deutschland zu den Vorreitern.
Denn das Online-Geschäft, das der Warener Einzelhandelskaufmann Ingolf Schubert erfunden und aufgebaut hat, war eines der ersten im Land überhaupt und ist seither mehrfach kopiert worden. Sogar der große Partner EDEKA holt sich inzwischen Rat an der Müritz.
Seit über vier Jahren haben die Warener und Rostocker die Möglichkeit, per Mausklick einzukaufen. Und sie nutzen es bereits sehr intensiv, wie Anja Streuling als Leiterin der Internetshops berichtet.
„Wir liefern an Kunden in jedem Alter. Junge Familien gehören genauso dazu wie Firmen, Pflegedienste, Kliniken und ältere Herrschaften“, berichtet die erfahrene Onlinerin. Und wer nicht so fit ist am Computer, ruft einfach an und genießt den gleichen Service wie die Internet-Besteller.

Das Bestellen überlässt der Warener aber seiner Frau. „Ich sehe dann nur die Bestellbestätigung per Mail und weiß dann natürlich, was es bei uns am Wochenende zu Mittag gibt“, verrät der 37-Jährige.

Fahrer als Lebensretter

„Das Ganze ist natürlich sehr aufwändig, schließlich bieten wir online mehr als 15 000 Produkte an, aber es gibt immer mehr Menschen, die – wenn nicht wöchentlich, aber zumindest hin und wieder – einfach mal einkaufen lassen wollen, sich Platten oder Kanapees bestellen“, so Anja Streuling. Sie und ihre 14 Kollegen – dazu gehören auch die Fahrer – pflegen regelmäßig neue Produkte ins System ein und müssen hier und da auch einmal schmunzeln.
Beispielsweise, wenn die Fahrer berichten, dass sie den Kunden auch gleich noch beim Glühbirnen-Wechseln oder beim Ausfüllen von Formularen geholfen haben oder wenn es wieder einmal eine auffallend große Toiletten-Papier-Bestellung gibt. „Das scheinen viele Menschen wirklich nur sehr ungern durch die Gegend tragen zu wollen“, resümiert Anja Streuling.
Sogar Leben haben die EDEKA-Fahrer schon gerettet, denn ein Mitarbeiter fand eine Kundin zusammengebrochen in ihrem Haus und kümmerte sich bis zum Eintreffen des Notarztes liebevoll um sie.
Marcel und Annika Schmalfeld hat der Online-Service zwar nicht das Leben gerettet, aber dem Paar unter anderem viel mehr Zeit für den siebenjährigen Sohn Felix beschert.
Fotos: EDEKA-Fahrer Robert Gehrke beliefert an einem Freitagabend Familie Schmalfeld in der Warener Mozartstraße.












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