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Kraftstoffpreise bleiben auf hohem Niveau

31. Mai 2018

Kraftstoff bleibt in Deutschland weiterhin teuer – trotz einer zuletzt spürbaren Entspannung an den Rohölmärkten. Gegenüber der vergangenen Woche sank der Preis für einen Liter Super E10 nach Angaben des ADAC um lediglich 0,1 Cent auf durchschnittlich 1,460 Euro. Für einen Liter Diesel mussten Autofahrer mit 1,300 Euro pro Liter im Schnitt exakt so viel bezahlen wie in der Vorwoche.

Die Entwicklung am Rohölmarkt zeigt noch keinen Effekt: Während Mitte Mai ein Barrel der Sorte Brent noch bei rund 80 Dollar notierte, sind die Kurse inzwischen auf rund 75 Dollar gesunken.

Der ADAC empfiehlt Autoreisenden, den Tank nach Möglichkeit spätnachmittags oder abends zu füllen. Dann sind die Spritpreise erfahrungsgemäß am niedrigsten. Grundsätzlich lohnt es sich, vor dem Tanken die aktuellen Kraftstoffpreise zu vergleichen und gezielt beim günstigsten Anbieter in der Nähe zu tanken. Unterstützung liefert dabei die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt gibt es auch unter www.adac.de/tanken.


2 Antworten zu “Kraftstoffpreise bleiben auf hohem Niveau”

  1. Peter Sohr sagt:

    Wenn die Rohölpreise auf dem Weltmarkt auch niedriger werden, die Lagerindustrie an den Raffinerien haben seit Monaten fertige Treibstoffe bis zur Oberkante gebunkert. Bevor auch nur um ein Bruchteil der Verbraucherpreis wieder sinken könnte, wird diese Industrie Gewinnmitnahme machen, solange es geht.
    Diese Vormachtstellung an den Sprithähnen der Welt verleitet eben zur weiter anwachsenen Profitsucht. Was hätte man sonst erwarten können? Keine Ölgesellschaft verschenkt etwas und alle arbeiten fein säuberlich zusammen und sprechen sich ab, auch wenn das Kartellrechtlich eigentlich nicht gehen dürfte. Hier ist selbst die Politik machtlos.
    Geld (Öl) regiert die Welt.

    Was wäre wenn die erdölverarbeitenden Industrien wesentlich mehr auf Wiederverwendung der recycling – fähigen Produkte hinarbeiten würde? Technisch alles machbar, doch angewandt wird es so gut wie nicht.

    Was wäre wenn die Automobilindustrie mehr auf Brennstoffzellenautos setzen würde? Keine Abgase und nur gespaltenes Wasser, welches reichlich in den Weltmeeren vorhanden ist. Sonnenenergie satt und wiedererneuerbare Energien gibt es jetzt schon.

    Doch daran würde weder die erdölverarbeitenden Industrien, noch die Politik etwas verdienen.

    Schröder hat es vorgemacht!

  2. Franz H sagt:

    Diesel an der Zapfsäule:
    Von 1,194 auf 1,300 Euro = 8,878 % Preissteigerung

    Brent Öl:
    Von 70,11 auf 75,39 US-Dollar = 7,531 % Preissteigerung,
    aber ACHTUNG:

    70,11 US-Dollar waren am 27.03. exakt 56,504 Euro wert. (Kurs 1,2408)
    75,39 US-Dollar waren am 29.05. exakt 65,290 Euro wert. (Kurs 1,1547)

    Ergibt dann:
    Von 56,504 Euro auf 65,290 Euro = 15,55 % Preissteigerung real an den Ölmärkten für Deutschland (Eurozone)

    Wir können deshalb froh sein, dass der Dieselpreis nicht bei 1,38 Euro pro Liter steht. Dies müsste er nämlich.
    Und selbst ohne Wechselkursberücksichtigung (durch Absicherungsgeschäfte möglich) wäre der Preis nur 1 % höher an der Zapfsäule gestiegen, als der Rohstoff auf dem Weltmarkt.
    Das möchte ich mal bei Obst und Gemüse (Spargel) sehen, wenn die Ernte schlecht ausfällt.

    Und dass die Raffinerien seit Monaten fertige Treibstoffe bis zur Oberkante gebunkert haben, gehört zum normalen Geschäft und ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

    Aber das ist für Herrn Peter Sohr vielleicht auch nur zu hoch.

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