Land übernimmt Gebühren für Stadtradeln 2024, 2025 und 2026  

12. Februar 2024

Für kleine Strecken das Auto stehen lassen und stattdessen  auf das Fahrrad umsteigen: In diesem Jahr wird es den Wettbewerb „Stadtradeln“ zum siebzehnten Mal geben. Ziel des bundesweiten Wettbewerbs unter Kommunen ist es, in einem festgelegten 21-tägigen Zeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 30.September des jeweiligen Jahres möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Damit so viele Kommunen und Ämter wie möglich an dieser Challenge teilnehmen können, übernimmt das Klimaschutzministerium MV wie schon im vergangenen Jahr die Anmeldegebühren.

Umweltminister Dr. Backhaus begrüßt die Initiative und betont: „Der Wettbewerb wird seit Jahren sehr gut angenommen und es ist beachtlich, wie viele Menschen landesweit für ihre Kommune in die Pedale treten. Das nützt dem Klima, ist gut für die Gesundheit und schafft auch ein Bewusstsein dafür, dass jede und jeder einen Teil beitragen kann. Und wenn man dann noch für die gemeinsame Leistung geehrt wird, dann stärkt das zudem die Verbindung zueinander und zum Wohnort“, so Backhaus.

Die gefahrenen Fahrradkilometer werden pro angemeldeter Kommune summiert und nach bester Leistung durch das Klima-Bündnis prämiert. Um einen zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme zu schaffen und zur Planungssicherheit der Kommunen beizutragen, unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern seit 2015 die teilnehmenden Kommunen durch eine Übernahme der Teilnahmegebühren. 2023 wurde erstmalig eine deutlich erhöhte Unterstützung von maximal 40.000 Euro zur Verfügung gestellt. So konnte 2023 erneut ein Zugewinn an Teilnehmerkommunen verzeichnet werden und die geradelten Gesamtkilometer steigerten sich um rund 90.000 km im Vergleich zum Vorjahr.

Backhaus: „Das Feedback zum Stadtradeln ist sehr positiv, immer mehr Kommunen interessieren sich für eine Teilnahme. Es melden sich zunehmend auch kleinere Ämter und Gemeinden an, die sich bisher Maßnahmen zur Sensibilisierung für den Klimaschutz nicht widmen konnten. Um den positiven Trend beizubehalten und in den kommenden Jahren noch mehr Kommunen zur Teilnahme zu bewegen, werden wir die jährliche Kostenübernahme in Höhe von maximal 40.000 Euro für dieses und die beiden kommenden Jahre beibehalten“, so Backhaus abschließend.

Die Zuteilung der Mittel erfolgt, wie in den letzten Jahren entsprechend der Reihenfolge der beim Klimabündnis eingehenden Anmeldungen solange bis die maximale Summe erreicht ist. Eine Anmeldung ist ab dem 13.03.2024 auf der Homepage des Stadtradelns möglich: https://www.stadtradeln.de/home


4 Antworten zu “Land übernimmt Gebühren für Stadtradeln 2024, 2025 und 2026  ”

  1. Wa sagt:

    Klimafreundlich soll das sein? Da kommen dann sehr viele Leute mit dem Auto und dem Fahrrad hinten drauf um daran teilzunehmen. Natürlich muss der Hund auch dabei sein. Dann fahren sie überall ( Fußgängerzonen, Straßen und Gehwegen)nur selten auf dem Radweg. Der Hundekot bleibt auch überall liegen. Dafür hat man Geld???

  2. Thorsten sagt:

    @ Wa:

    Was für eine krude Logik!

    Radfahrer sind also Verkehrsrowdies, halten auffallend oft Hunde und scheren sich nicht um deren Hinterlassenschaften?

    Haben Sie für diese wilden Behauptungen Belege? Ohne solche heizen Sie nur die sowieso schon brenzlige Gesprächskultur auf.

  3. Lotte sagt:

    Klima, Freundlichkeit, Fahrrad fahren – diese doch eigentlich unverdächtigen Worte werden wie ein rotes Tuch zu Reizworten für @ Wa. Dabei ist es doch sehr sinnvoll, Wege in so einer kleinen Stadt wie Waren per Fahrrad zurückzulegen und dafür den SUV mal stehen zu lassen. Sicherlich tun das schon viele Menschen. Und dennoch, 40.000 Euro als Anreiz für noch mehr umweltfreundlichen Stadtverkehr ist ein Klax gegenüber den Milliarden Steuergeldern, die für ein funktionierendes Straßennetz, für den Bau von Autobahnen und für die Krankenhausrechnungen der tausenden Unfallopfer durch Raserei und Rücksichtslosigkeit aufgewendet werden müssen. Viel zu viele Autos, vor allem viel zu große sind täglich unterwegs und befördern meist nur einen Menschen zur Arbeit, zum Einkaufen oder Frisör. Für sie werden Bäume sinnlos gefällt, wie gerade in Neubrandenburg in der Innenstadt, um diese Innenstadt noch autotauglicher zu machen als sie sowieso schon ist. Nicht falsch verstehen: Auch ich besitze neben einem Fahrrad ein Auto, um vom Dorf in die Stadt zu kommen, freue mich aber sehr, dass mir auch ein sicherer Radweg bei gutem Wetter zur Verfügung steht.

  4. Simon Simson sagt:

    Muss man aus allem eine Kampagne machen? Gut, wenn dadurch mehr Leute Rad fahren, schlecht, wenn das nur zur üblichen Lenkung von Geldern in bestimmte Taschen dient. Das kann ich beim besten Willen nicht unterscheiden, unterstelle Letzteres aber auch nicht, sondern befürchte es nur, weil ich weiß, wie man hier tickt, wenn es auch nur um ein paar Cent geht. Ich benutze das Rad bei allen Wegen im Ort täglich, das Auto etwa einmal im Monat und nur, wenn es etwas zu transportieren gibt oder jemand bei Mistwetter mit Gepäck vom Bahnhof abzuholen ist oder die Bahn streikt. Wer das Rad nur verdrossen aufpumpt, um einen der ausgelobten Preise zu gewinnen, wird es ohne Vergütung nach dem nächsten Platten wieder stehenlassen. Bei mir gehört es zur Lebensphilosophie. Überflüssig, mich an solchen Aktionen zu beteiligen. Wenn es aber viele zum Mitmachen anregt, nicht nur Strichlisten für sowieso gefahrene km geführt werden, sei das gut und fortzuführen. Sicher hat man sich Gedanken gemacht, diese Spreu vom Weizen zu trennen, irgendwie.

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