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Leserbrief

30. Mai 2014

Ein Leserbrief hat uns zum Thema Ortsumgehung für Waren erreicht, und zwar von der Bürgerinitiative Ortsumgehung Waren (BIOW!):

Dass eine sogenannte Ortsumgehung das Verkehrs- und Lärmproblem für unsere Stadt nicht lösen kann, haben die vorliegenden Gutachten klar gezeigt. Das Bürgervotum hat diesen Sachverhalt eindrucksvoll untermauert. In letzter Zeit wurde viel über den neuen Lärmaktionsplan berichtet. Änderung des alten Planes (Stand 2009) und vor allem die dann folgende Umsetzung der Maßnahmen ist keine leichte Aufgabe für unsere Stadt, zumal die finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt sind.

Dank des Bürgervotums steht die Stadt jetzt jedoch nicht mehr allein da. Der Bund muss sich an den Kosten innerhalb der Ortsdurchfahrt beteiligen. Eine weitere wirkungsvolle Unterstützung erhält die Stadt Waren auf einer ganz anderen Ebene. Die Anzahl der in die Stadt einfahrenden Fahrzeuge (PKW und LKW) wird reduziert werden. Wie soll das funktionieren, wird sich jetzt der eine oder andere Fragen.

Hierzu darf man das Verkehrsproblem in Waren (Müritz) nicht zu lokal betrachten. Durch das Ergebnis des Bürgervotums wurde der Weg frei gemacht für eine überregionale Verlagerung des Verkehrs.

Unter dem Stichwort Mirow gibt es bereits heute – ein halbes Jahr nach dem Warener Bürgervotum – konkrete Ergebnisse: Im April 2014 wurde das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung von Mirow eingeleitet. Gegenwärtig wird es noch um den West-Abschnitt erweitert. Darüber hinaus gibt es Abstimmungen zwischen dem Land Brandenburg und dem Land Mecklenburg-Vorpommern zur Weiterführung der Ortsumgehung von Mirow bis nach Wittstock an die Autobahn. Diese Streckenführung wird die gesamte B 192 sehr wirkungsvoll, besonders vom LKW-Verkehr entlasten.

Dass diese Gespräche zustande kamen, ist ganz besonders dem Ergebnis des Bürgervotums zu verdanken. Zuvor war nämlich nur geplant, diesen Verkehr über die B 192 schnell durch unsere Heimatstadt Waren (Müritz) hindurchzuführen. Das wäre mit Sicherheit eine große Belastung für unsere Stadt als Luftkurort und Heilbad geworden. Dass dieses Übel abgewendet werden konnte, zeigt deutlich, wie erfolgreich das Bürgervotum für die weitere Entwicklung unserer Stadt war und ist.


Eine Antwort zu “Leserbrief”

  1. Gordon Kempf sagt:

    Danke für diese aufschlussreichen Informationen. Ich finde, dass ist eine konstruktive und sehr gute Lösung.
    Bringt es doch auch für die südliche Müritzregion um Rechlin und Vipperow eine deutliche Entlastung der B198 vom Lkw-Fernverkehr.