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Leserbrief

22. Dezember 2015

Zu unseren Beiträgen über die Flüchtlingspolitik und die Einwohnerversammlung zu dieser Problematik in Waren, schreibt Rüdiger Nißler aus Waren:

Deutschland, einer der größten Lieferanten von Kriegsgerät in aller Welt, ist in dieser Hinsicht sehr fleißig. Kriegerische Auseinandersetzungen führen dann dazu, das betroffene Menschen diese Gefahrenzonen verlassen.
Natürlich nur jene, die sich das auch leisten können. Viele sind gezwungen, in den betroffenen Gebieten, die dann teilweise auch noch bombadiert werden, oder in überfüllten Flüchtlingslagern ,z.B. in der Türkei, zu bleiben. Dann schicken wir, mit Beschluß der selben Politik, unsere Soldaten in die betroffenen Gebiete, um zu „helfen“.

Nun stellt sich natürlich die Frage ,wer ist dafür verantwortlich, wer verdient daran und wer bezahlt dafür?

Die derzeitige Situation hat sich immer weiter zugespitzt.

Wir schaffen das? Was haben wir denn bis jetzt geschafft? Unordnung, Unmut auf allen Seiten, Überforderung vieler Beteiligten.

Verfolgt man die Politsendungen der öffentlich rechtlichen Medien über einen langen Zeitraum, erkennt man, wie sich die Berichterstattung gewandelt hat. Man kommt nicht umhin, den Unmut eines großen Teils der Bevölkerung unbeachtet zu lassen.

Im NDR macht ein älterer Herr in einer Sendung die Feststellung, dass der Satz : „Der Islam gehört zu Deutschland“ der blödeste ist, den er je in Deutschland gehört hat. Oder in der Sendung panorama aus München, erzählt ein syrischer Dolmetscher wie er Flüchtlingen Tipps beim Ausfüllen der Fragebögen gibt, damit sie nicht abgeschoben werden. Natürlich will er unerkannt bleiben.

Bei der am14.12.2015 stattgefundenen Informationsveranstaltung zur Lage der Flüchtlinge, wurde das mangelnde Interesse der Bürger Warens beklagt.
Was hat man dort erfahren? Vielleicht das Wichstigste, wieviele Flüchtlinge noch kommen, wo diese eventuell untergebracht werden sollen, wie gut natürlich die Arbeit der freiwilligen Helfer ist und dann noch ganz wichtig, welche Möglichkeit es gibt, damit die Flüchtlinge schneller an ihr Taschengeld kommen. Es gibt bestimmt auch viele Deutsche, denen es nicht so gut geht und die sich über ein angemessenes Taschengeld vom Staat freuen würden.

Die besinnliche Zeit ist ja gerade angebrochen, vielleicht auch Zeit um mal nachzudenken. Denn nicht alle die sich Gedanken um ihre Heimat machen sind Radikale.
Frohe Weihnachten für alle, natürlich auch für unsere Soldaten in Syrien und für alle syrischen jungen Männer in Deutschland.


4 Antworten zu “Leserbrief”

  1. Wonder-Bra sagt:

    Dem ist nichts hinzu zu fügen…
    Ein frohens und besinnlichens Weihnachtsfest

  2. oscar sagt:

    Zunächst danke Herrn Nißler für diesen ehrlichen Leserbrief, mit dessen Inhalt ich voll übereinstimme.
    Es ist sicherlich an der Zeit, ohne gegen Flüchtlinge zu sein, sich über viele unbeantwortete Fragen Gedanken zu machen,
    zumal der staatlich verordnete ¨Optimismus¨an vielen Stellen bröckelt, weil sich die Menschen Gedanken machen,aber auch Ängste und Sorgen haben, aber keine Anworten finden, immer nur in den Medien ¨positiv¨zu berichten ist.Hatten wir das nicht 40 Jahre in der ehemaligen DDR?
    Wann wird endlich darüber nachgedacht, dass wir seit vielen Wochen ein Sicherheitsproblem haben und etwas dagegen für die Bürger in diesem Land getan? Das ist nur eine Frage, die viele haben.
    Natürlich sind die echten Flüchtlinge, die nach Krieg und Verbrechen alles verloren haben gern und herzlich willkommen. Und sie sollen auch schnell in unser Lebenund unsere Arbeit integriert werden, aber bitte Politik, die Betonung liegt auf schnell und nicht lange Zeit unter unwürdigen Bedingungen in Notunterkünften hausen.
    Darüber sollten sich die Verantwortlichen über das Fest viele und nützliche Gedanken machen!
    In diesem Sinne allen schöne und besinnliche Weihnachtsfeiertage.

  3. jfk sagt:

    Tut mir leid, aber mir erschließt sich der Sinn des Leserbriefes nicht. Was möchte Herr Nißler uns damit sagen? Wir sollten endlich aufhören, Waffen und Soldaten in alle Welt zu exportieren? Damit die Menschen, die vor diesen Waffen fliehen, nicht mehr zu -zigtausenden nach Europa strömen? Oder was?

  4. Charly sagt:

    Die fremdenfeindliche Grundtendenz des Beitrages von Herrn Nießler ist zwar nett verpackt, aber deutlich. Tatsache ist aber auch, daß sich die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung (zumindest in den alten Bundesländern) verständnisvoll und hilfsbereit zeigt. Diese Mehrheit setzt sich mit außerordentlich großem Engagement für die vor Krieg, Verfolgung und Vergewaltigung flüchtenden und entwurzelten Menschen ein; für Menschen, die unter Einsatz Ihres Lebens dem Terror zu entrinnen suchen. Natürlich ist bei der hohen Zahl der Flüchtenden davon auszugehen, daß sich unter dem Vorwand der Flucht vor Bomben und Terror auch solche Einwanderer einschmuggeln, die aus rein wirtschaftlichen Gründen ein besseres Leben bei uns erhoffen. Es ist selbstverständlich, daß diese „Wirtschaftsflüchtlinge“ so schnell wie möglich wieder abgeschoben werden müssen. Und natürlich ist auch nicht auszuschließen, daß sich unter dem Deckmantel der Flucht auch Terroristen miteinschmuggeln. Das erfordert hohe Wachsamkeit unserer Polizei.
    Es bleibt jedoch, daß es sich bei den Flüchtlingen vor allem um solche Menschen handelt, die unseres Schutzes und unserer Hilfe bedürfen.
    Was zu alledem – wie in dem Beitrag von Oscar zu lesen- die Presse an sog. tendenziöser Meinungsmache beitragen soll, ist mir völlig unerfindlich. Die Presse besitzt wie jeder Bürger die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit und ist nicht politisch gelenkt. Die Zeiten der DDR-Diktatur sind ein für allemal vorbei…. auch wenn das noch immer nicht bei allen angekommen ist. Staatliche Willkür oder Eingriffe in die Pressefreiheit unterliegen der geltenden rechtsstaatlichen Nachprüfbarkeit durch die unabhängige „Dritte Gewalt“ im deutschen Staat…. nämlich der Gerichtsbarkeit.
    Und zum dritten Punkt: Ich teile die Meinung, daß es unverantwortlich, ja verwerflich ist, mit deutschen Waffen Kriege zu führen, deren Folgen wir dann letztlich aus humanitären Gründen wieder selbst zu tragen haben… welch‘ eine Perversion! Nach den USA und Russland ist Deutschland der drittgrößte Waffenlieferant weltweit; und hinzu kommen noch viele, viele weitere. Das ist mehr als eine Schande, daß ist ein ungeheures Verbrechen. Es ist allerhöchste Zeit, Waffenexporte in sog. Drittstaaten zu verbieten und sofort einzustellen. Nur und nur auf diese Weise kann der kriegerischen Gewalt Einhalt geboten werden. Ohne Waffen wären der IS und die anderen Terrorgruppen zahnlos.
    Waffenexporte müssen international geächtet und kontrolliert werden. Erst danach könnte die Welt aufatmen, erst danach könnte der Fluch von Krieg, Vertreibung, Flucht und Elend ein Ende finden. Die Verhinderung von Waffenexporten und deren Folgen wäre, abgesehen von der Vermeidung eines ungeheuren humanitären Schadens, auch um ein Vielfaches kostengünstiger als die Bekämpfung und Linderung der durch Krieg und Terror entstehenden materiellen, kulturellen und menschlichen Katastrophen. In diesem Bereich liegen die waren Tragödien, die u.a. das derzeitige Flüchtlingsproblem auslösen.