Leserbrief: „Schöner“ Luftkurort Waren (Müritz)

20. Juni 2023

Macht die Stadt Waren einen unordentlichen Eindruck? Unsere Leserin Gundula Behrend meint JA. Und nicht nur sie – bei „Wir sind Müritzer“ sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Wortmeldungen und Fotos zu Dreckecken, ungemähten Wiesen, Unkraut, wohin das Auge blickt, sowie Müllecken in fast allen Straßen eingegangen.
Hier der Brief unserer Leserin:

Ich frage mich seit einigen Wochen, ob der Name „Luftkurort“ wohl wirklich nur für die Luft zutrifft. Es ist schon sehr auffallend und beschämend für unsere Stadt, dass es überall im Umfeld so dreckig und extrem ungepflegt ist. Das Unkraut wächst bereits aus den Bürgersteigen, und in manchen Ecken hat das „Gras“ wohl schon Monate keinen Rasenmäher mehr kennengelernt. Geht man davon aus, dass die Gäste der Stadt Waren sich nur in der Stadt aufhalten? Weit gefehlt! Ich wurde sogar schon von Urlaubern angesprochen, warum es bei uns so aussieht.
Ein Bild soll dies beweisen, aber wer mit offenen Augen durch Waren geht, sieht alles live.

Und werte Stadtväter ,kommt jetzt nicht mit der Ausrede, wir haben kein Personal. Ein schöner Gedanke wäre, wenn die Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfänger, die gesundheitlich dazu in der Lage sind, doch einfach mal helfen, sie bekommen doch auch Geld vom Staat und würden etwas nützliches tun. In den Niederlanden geht es doch auch.

Auch die gewerblichen Anlieger könnten mal auf Ihr Umfeld schauen, die sagen sich natürlich mit Recht, wir zahlen ja Gebühren für die Reinigung, kann man auch verstehen.

Ich wünschte mir, die Stadt würde nicht über eventuell neue Wanderwege nachdenken und spekulieren, wo sie doch noch nicht einmal im Stande ist, die vorhandenen zu hegen und zu pflegen.


25 Antworten zu “Leserbrief: „Schöner“ Luftkurort Waren (Müritz)”

  1. Michael Hoppe sagt:

    Die Stadt sollte mal lieber die Aufträge wieder an einheimische Firmen geben. Es gab auch mal Stadtläufer die die Arbeiten der Firmen kontrollierten .Jetzt interessiert es keinem. Waren’s Rabatten verdrecken und ein voll Unkraut. Echt traurig.

  2. Meier sagt:

    Die Stadt hat doch neue Dienstleister für die Grünanlagenpflege. Die sind ja billiger als der alte.. Muss man sich nicht wundern über die neue Qualität..

  3. Fritsche sagt:

    Eine schöne und saubere Stadt trägt maßgeblich zu Lebensqualität bei. Waren ist ein Luftkurort, hat zur Zeit den Namen des Luftkurortes nicht verdient!
    Warum?
    Seit geraumer Zeit fällt mir auf, daß Waren sich in den Bereichen Ordnung und Sauberkeit total zum Negativen entwickelt.
    Gehe ich durch die Stadt sehe ich zugewachsene Gehwege, überall Müll, zuwenig Papierkörbe . Müll wird auf der Straße entsorgt.
    Hundekot überall, keine Behältnisse wo Hundetüten entnommen werden können.
    Beschwerden ans Ordnungsamt werden nicht beantwortet und der Mangel nicht abgestellt.
    Müllberge in den Wäldern usw., ich könnte unzählige Dreckecken aufzählen.

    Lasst die Bürgergeldempfänger arbeiten, Waren vom Dreck befreien, damit man wieder stolz auf seine Heimat sein kann.

  4. Marga TRITTHART sagt:

    Hallo, liebe Briefschreiberin,
    Sie sprechen mir aus der Seele. Schade für unsere eigentlich doch schöne Stadt Waren. Ich lebe hier schon über 50 Jahre mit meiner Familie und möchte auch nicht wo anders wohnen. Zum anderen sprechen Sie ein Thema an, davon will niemand etwas hören. Ich bin voll Ihrer Meinung, daß die, die vom Staat Leistungen erhalten, dem Staat auch etwas zurückgeben sollten. Ich glaube, dass nicht nur Sie und ich so denken. Auch in der Politik wurde das Thema von dem CDU-Vize Carsten Linnemann im Nordkurier v. 17./18.6. schon angesprochen und recht hat er. Das sollte zur Pflicht gemacht werden. Es gibt nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Werden die Sozialleistungsempfänger in die Pflicht genommen, so sie dazu in der Lage sind, sähe unsere Stadt bald anders aus.

  5. Manfred Becker sagt:

    An der Diskussion ist was wahres dran.Manche Straßen machen keinen guten Anblick.
    ?warum ist der Parkdeckaufzug am Sonntag außer Betrieb.(gemeint ist Altstadt Center)

  6. Alt sagt:

    Und was ist mit den Flüchtlingen? Die könnten doch auch etwas für ihr Geld tun.

  7. Christiane Schuster sagt:

    Ja da kann ich Dir nur Recht geben .Sehr unsauber unsere Stadt.Wo bleibt die Sauberkeit?Ihr habt für alles Geld der Welt,nur was wichtig für unsere Region ist, habt Ihr nicht.Wo lasst Ihr unsere Steuergelder.Ihr lasst Eure Steuergelder,wo Ihr Lob bekommt .Ist hier der Oberwitz .

  8. Gottfried Veihelmann sagt:

    Finde ich eine wahrlich gute Idee !
    Warum scheuen sich die Kommunen solche Ideen umzusetzen ?
    Ist kommunale Arbeit ehrenrührig ?
    Wer kam eigentlich auf diese blödsinnige Idee Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger NICHT für gemeinnützige Arbeit einzusetzen ?
    Das kann ja nur einem eigenartigen Gedanken entsprungen sein.
    Wie fühlt sich denn jemand, der Jahr für Jahr Geld fürs Nichtstun erhält.
    Sicherlich nicht stolz !!
    Und die Kinder lernen das dann gleich auch und sehen nicht ein, für ihren Lebenunterhalt arbeiten zu gehen.
    “ Ich werde lieber Harzer !“

  9. Christel sagt:

    Ganz meine Meinung. Ich finde es echt peinlich. Schicki – micki am Hafen. Aber darüber hinaus darf man nicht schauen.

  10. N. Tupeit sagt:

    Noch ne kleine Info von mir, der Papierkorb am Spielplatz – Tiefwarensee ist Wochen lang nicht gelehrt worden. Eine Schande (Stadtbauhof). N. Tupeit

  11. Andreas Wittkopf sagt:

    Der Kommentar ist mehr als zutreffend, Es ist schon beschämend wie unser Umfeld dieses Jahr immer mehr verkommt. Neue Spielplätze verdreckt ,Rasen über Wochen nicht gemäht,dornige Büsche ragen in die Gehwege und ich schreibe nur von der Westsiedlung.

  12. Ich sagt:

    ĵeder muss helfen, nicht nur die Langzeitarbeitslosen

  13. Tja sagt:

    Oh. Mann bzw. Frau Behr end. Wachen Sie doch endlich auf. In ein paar Jahr(zehnt)en, werden wir uns über jeden Grashalm freuen. Wer von „unordentlich & Unkraut“ spricht, wenn etwas Grünzeug zwischen Beton wächst, der hat wahrscheinlich auch den Schottergarten zu Hause und traktiert den eh schon von der Hitze gestressten Rasen mit dem Rasentraktor und holt die E-Sense raus. Müll im Straßenbild ist Mist. Aber glauben Sie ernsthaft, dass dieser, sobald der Plastikscheiss fein säuberlich in den gelben Säcken landet, dann von diesem Planeten verschwindet…Immer weiter so. Jeder kehrt vor seiner eigenen Haustür und guckt nicht über den eigenen Gartenzaun hinaus. GLÜCKWUNSCH, dass Sie (noch) keine anderen Probleme haben!

  14. SUWI sagt:

    Oh, ist das eine wunderbare Diskussion, die mir auch voll aus dem Herzen spricht! Alle, die zu Hause sitzen und Geld für’s Nichtstun erhalten, sollten in die Pflicht genommen werden!!!

  15. Kompa sagt:

    Guten Tag aus Niedersachsen,
    wir waren zu Ostern bei Ihnen auf dem Campingplatz. Die Gesamtsituation können wir natürlich nicht beurteilen. Das was wir gesehen haben, war allerdings nicht sonderlich ansprechend. Da fragt man sich als Urlauber, wofür man eine derart hohe Kurtaxe zu entrichten hat. Da wir viel reisen, sind wir in der Lage, Vergleiche anzustellen. Das geht besser.

  16. Nachdenklicher sagt:

    Ja die Stadt – wie auch Deutschland insgesamt – verwahrlost immer mehr. Dreck, Schmierereien, Müll. Rasen allerdings, und das ist wohl eine Krankheit der Deutschen, muss nicht immer 5 Millimeter kurz sein. Eine Blumenwiese – zu meiner Kindheit gab es das in Waren sehr oft, da war der Mäher mit dem schnellen, alles zermalmenden Mähwerk noch nicht da – kann auch sehr schön sein, ist nicht so sehr trockenheitsanfällig und es waren darin Insekten in großer Vielfalt. Auch brütete die Lärche (Bodenbrüter) dort noch, in den Wohngebieten. Aber es darf nicht verwahrlost aussehen. Wir haben wirklich hochbezahlte Nichtstuer mit Bürgergeld, auch die sollten dafür was tun. Gemäß unseren Grünen Führern vielleicht den Umgang mit der Sense erlernen?
    Viele Grüße!

  17. CADB sagt:

    Habe heute gerade beim Altstadtcenter an ihren Brief denken müssen. Da liegt, man mag es kaum glauben, ein Einkaufswagen in dem kleinen Wasserlauf.

  18. ABC sagt:

    Bei allem berechtigten Unmut ist es eine Ironie, hier zuerst auf „DIE“ Empfänger von Sozialleistungen zu zeigen, die ja die schwächste Gruppe im Gefüge darstellen. Wenn wir so weitermachen, kommt noch irgendwer auf den Gedanken, die Empfänger von Bürgergeld könnten doch den Krieg in der Ukraine gewinnen.(Das war jetzt meine Ironie.) Logisch wäre doch, dass die Stadt ihren Aufgaben nachkommt und dass bei Bedarf echte Arbeitsplätze geschaffen, oder Aufträge vergeben würden. Zumal die Stadt ja offensichtlich für viele Dinge Geld hat und auch einnimmt.
    In dieser jetzigen Gesellschaftsordnung kann man ganz leicht in die Situation kommen, Sozialleistungen beantragen zu müssen. Viele Leute arbeiten und müssen aufstocken. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass Menschen im Bezug von Bürgergeld oft nicht nur einen, sondern gleich mehrere teilw. schwerst pflegebedürftige Angehörige pflegen. Wenn alle diese Pflegenden gleichzeitig ihre Hände zurückziehen würden, hätte das einen Systemzusammenbruch der Pflege in D zur Folge. Das ist auch bekannt. Diese Menschen geben viel mehr als sie bekommen, und SPAREN unseren Sozialsystemen viel Geld ein! Andere haben Erwerbsunfähigkeitsrente beantragt und werden von der Rentenversicherung hingehalten. Diese kann man nicht pauschal in einen Topf werfen und in die von der Stadt vernachlässigten Grünanlagen jagen. Es würde ja auch keiner auf die Idee kommen, dass diejenigen, die durch eine aufgemotzte Stadt in attraktiver Lage die meisten Gewinne einstreichen, jetzt hergehen sollen und die Anlagen pflegen. Am Ende sollen noch rüstige Rentner sich verpflichtend um das Problem kümmern, was sie vor den Mietshäusern oft genug schon freiwillig tun. Alle müssen auch selber ein wenig schauen.
    Ebenso müssen wir diejenigen im Auge behalten, die ihren Sperrmüll auf die Straße knallen, irgendwo, und dann mit ihren Autos davonpreschen.
    Wir zahlen hier in Waren die höchsten Mieten in weitem Umkreis, bei anderen Abgaben wird es nicht anders sein. Die Stadt zieht das Geld von uns, wo sie kann. Und dann soll sie auch für den Strand und die Anlagen sorgen.

  19. Es ist ja super, dass sich so viele Leute an der Diskussion zu diesem Thema beteiligen. Das zeigt mir, dass nicht nur die Briefschreiberin und ich so denken. Ein Schreiber hatte die Idee, auch die Flüchtlinge einzubeziehen. Finde ich völlig richtig. Sie bekommen ja auch genug von Vater Staat (Steuerzahler). Sie könnten sich auch bei ihrem Gastland mal bedanke. Was die Bürgergeldbezieher angeht, folgendes Gespräch! Einer zum anderen:“Ich geh doch nicht arbeiten ich bin doch nicht blöd, dann muß ich Miete, Strom, Steuern usw. bezahlen. Nee, so blöde bin ich nicht.“ Dss ist kein Witz, sondern die Wahrheit. Diese Einstellung zur Arbeit spricht Bände. Ich will um Gotteswillen nicht sagen, dass alle Bezieher des Bürgergeldes diese Einstellung haben. Aber wenn man dad hört, wird schnell pauschalisiert.Was unsere Neubürger angeht, die können sich leisten ihre Fenster permanent angekippt zu lassen, ob es Winter oder Sommer ist. Sommer versteh ich ja. Wir haben das in Waren/West täglich leif und in Farbe. Sie müssen es ja nicht bezahlen, also könnten sie auch in die Oflicht genommen werden. Aber da hab ich auch so meine Bedenken. Das wäre ja vielleicht schon Diktatur, ach ja, wir haben ja eine Demokratie, nur mancher Mitbürger kann mit einer Demokratie nicht so wirklich umgehen. Ein guter Freund sagte mir einmal: Ein bischen Diktatur schadet niemanden.“ So sehe ich das auch.
    Ich will noch anmerken, dass ich weder links, noch rechts, noch AfD-Anhänger bin, sondern nur eine einfache Bürgerin dieses Landes oder dieser schönen Stadt die sich ein bißchen für das was in unserem Land (Stadt) geschieht interessiert. Könnte ja sein, dass man mich in diese Schublade stecken will, Bloß nicht, wir haben „Meinungsfreiheit“.
    Herzliche Grüße an alle Schreiberlinge
    Ich grüße alle Schreiberlinge

  20. Erika Wallbott sagt:

    Jawohl, die staatlich finanzierten Faulenzer sollten endlich mal was für die Stadt tun und nicht nur die Hand aufhalten!

  21. Petra sagt:

    Leider läuft die Diskussion immer wieder in Richtung, wer soll mehr arbeiten. Arbeiten muß aber erstmal die Stadt, ohne Konzept-kein Ergebnis. Ich habe jetzt eine Stadt besucht, wo es Stadtverträge mit Behinderteneinrichtungen gibt. Das bringt beiden Seiten was, ist regional, wird gefördert und der stundenweise Einsatz der Arbeitskräfte erfolgt nach Fähigkeiten…und sie sind stolz auf ihre Arbeit. Das Zepter in der Hand hat dort die Stadt( wo liegt das hier eigentlich rum?) Und nochmal zum Thema Vermieter: es sind die öffentlichen Flächen, wo zu kleine Mülleimer zu selten geleert werden. Ob am Seeufer, am Markt …die großen Vermieter haben ihre Grundstücke nicht vermüllt aber die Stadtwerke( Zaun vom Heizwerk) die Häuser rund um Norma…die Stadt hat die Möglichkeit Auflagen zu erteilen. Dazu müßten aber auch regelmäßige Kontrollgänge erfolgen. Zugewachsene Wege und unüberschaubare Hecken besonders auch an Stoppstr. gehören auch dazu. Es gibt viel zu tun, aber bitte nicht länger abwarten liebe Stadtväter

  22. W sagt:

    Ne Nachdenklicher. Lärchen haben da bestimmt nicht gebrütet. Denn, Bäume brüten nicht.

    Mich stört weniger, wenn Unkraut aus den Ritzen sprießt. Aber das Gemisch aus Zigarettenkippen, Kaugummipapier, Bonbontütchen, Glasscherben und verknoteten Hundekotbeuteln, das langsam flächendeckend zur Mutterbodenstruktur gehört, das stört mich noch immer. Deshalb hebe ich täglich etwas davon auf. Die Bekloppten werden sowieso nicht umerzogen und wachsen ständig nach. Ich bin mir bewusst, dass ich mehr als die für bescheuert gehalten werde. Aber was ist das: bequem auf den Auslöser am Handy drücken, das zu WSM schicken? In der Hoffnung, dass es so peinlich für die Stadt ist, dass andere zum Saubermachen rekrutiert werden? Brauchen wir das?

  23. Simon Simson sagt:

    doch Frau Tritthart, Ihre Meinung ist die der Rechtsextremen, ob Si es selbst so wahrnehmen, oder nicht. Denn das, was Sie äußern, hätte im Parlament nur jemand von der AfD rausgehauen. Verdachtsfall zumindest. Und bei der Prüfung geht es um Aktivitäten im Rahmen bestehender Gesetze, nicht um Meinungen. Grüßen Sie Ihren Ehegatten Adolf von mir.

  24. Warener Jung sagt:

    Ich habe schon mit meinem Nachbarn gewettet, wann dann der „gute“ Simon Simson aufschlägt und die AfD – Keule rausholt.
    Hat ja nicht lange gedauert.

  25. Hallo Simon Simson,
    Wenn Sie das so sehen, dann müßten Sie einige Meinungsschreiber und um Meinung geht es ja hier, in die rechtsextreme Ecke schieben. Also keine Meinungsfreiheit!?
    Meinem Mann würde ich ja gerne die Grüße ausrichten. Dazu müßte ich nur wissen, wer Sie in Wirklichkeit sind. Unter einem Pseudonym kann man alles schreiben, auch Unterstellungen loslassen, gegen die ich mich sehr verwahre. Anscheinend kennen Sie uns ja, dann müßten Sie wohl auch wissen, dass wir uns niemals mit Rechtsextremen, Linksexextremen noch mit der AfD gemein machen, das sagte ich ja bereits und hoffe, dass das verstanden und respektiert wird.