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Leserpost: „Verkehrslärm schädigt Gesundheit der Warener“

30. September 2015

Laptop and fly envelopesDie durch verkehrsbedingten Lärm und Feinstaub verursachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung liegen auf Platz 1 der umweltbedingten Gesundheitsgefahren. Die dadurch resultierenden Herz-Kreislauferkrankungen bis zum Herzinfarkt, Schlaganfälle, Schlafstörungen, Lungenschädigungen usw. führen zu einer Lebensverkürzung die z. Bsp. für Deutschland derzeit im Mittel mit 10,2 Monaten angenommen wird.

Aus der Verantwortung für die Volksgesundheit wurde 2002 von der EU in Brüssel die Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG erlassen, die 2005 im Bundesimmissionsschutzgesetz §§ 47 a-f in deutsches Recht übernommen wurde. Die dafür zuständigen Behörden sind die Gemeinden und die Landesrechtlichen Behörden. Als Maßnahmen sind Lärmkarten zur Ermittlung der zuständigen Bereiche und der Anzahl der betroffenen Bürger und Lärmaktionspläne zur Festlegung der effektivsten Wege zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben zu erarbeiten.
das heißt, die Stadtverwaltung bzw. die Stadtvertretung sind gesetzlich verpflichtet, die Absenkung des Verkehrslärmpegels unter die gesundheitsgefährdenden Schallstärken zu realisieren.

StraßenbauHierbei handelt es sich um gesetzliche Vorgaben, nicht um persönliche Willensentscheidungen. Einen effektiven Weg zeigt der 1. Lärmaktionsplan, der 2009 vom Stadtparlament bestätigt wurde, auf. Im Ergebnis dieser festgelegten Maßnahmen wären für die gesamte innerstädtische Straßenführung die gefährdeten Schallpegelwerte abgesenkt worden. Dieser Plan wurde von der Stadtführung verworfen und statt dessen ein 2. nichtssagender Lärmaktionsplan angenommen.

Einige Maßnahmen aus dem 2. Plan sind bereits verworfen. Bei anderen ist kein nennenswerter Effekt zu erwarten.

Wie lange kann sich Waren noch einen Bürgermeister leisten, der aktiv den gesetzlichen Gesundheitsschutz für die Bürger hintertreibt. Einige Stadtvertreter rebellieren gegen zugegebenermaßen wirkungslose Vorhaben aus diesem 2. Lärmaktionsplan, siehe Fußgängertunnel, den sie selbst vor wenigen Monaten beschlossen haben. Eine verantwortliche Vertretung der Bürger sieht anders aus.

                                                                             Marlies Falk, Waren


3 Antworten zu “Leserpost: „Verkehrslärm schädigt Gesundheit der Warener“”

  1. Ines sagt:

    Seit 16 Jahren wohne ich in der Beimlerstraße und noch nie war es so ruhig. Der Verkehr rollt einseitig,langsam ,ohne riskante Überholmanöver. Seit Montag kann ich sogar eine Tasse Kaffee auf dem Balkon trinken,genießen und brauch mein Gegenüber nicht anschreien.
    Ich bin für eine Umgehungsstraße!

  2. M. Krohn sagt:

    Es ist vollkommen verständlich wenn sich aktuell lärmgeplagte eine Umgehungsstraße wünschen. Nur wird eine Umgehungsstraße das Problem in und um Waren nicht lösen, sondern nur verlagern. Es wird neue Betroffene geben. Das Problem muss ganzheitlicher und großräumiger betrachtet werden.

  3. User sagt:

    Sorry, bevor mich meine Umwelt krank macht, und diese sich nicht ändern lässt, ziehe ich weg!