Anzeige
Anzeige

Malchow will 25 000 Euro für eine Personalsuche ausgeben

31. August 2020

Was könnte man mit 25 000 Euro in Malchow alles machen… So viel Geld will die Stadt ausgeben, um einen neuen Leiter für die Stadtwerke Malchow zu suchen. 25 000 Euro nur für die Suche wohlgemerkt. Dabei besteht nicht einmal Zeitdruck, denn der langjährige Leiter Gunthar Teichmann geht erst Ende 2021 in den Ruhestand. So bleiben rund 15 Monate Zeit, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Oberster Chef der Stadtwerke ist übrigens Bürgermeister René Putzar, denn die Stadtwerke sind ein Eigenbetrieb, also sozusagen eine Abteilung der Stadt und kein eigenes Unternehmen.

Anders als bei den Warener Stadtwerken haben die Malchower Stadtwerke also keinen Geschäftsführer, sondern einen Werksleiter, der im Auftrag des Bürgermeisters die Stadtwerke führt.

Der jetzige Leiter Gunthar Teichmann geht Ende 2021 in den wohlverdienten Ruhestand. Daher sucht die Stadt Malchow nun einen Nachfolger. Auf der Sitzung des zuständigen Werksausschusses wurde vor wenigen Tagen nun die Suche nach einem Nachfolger beschlossen. Die Stelle soll zum 1. Dezember 2021 neu besetzt werden. Also in gut 15 Monaten.

Die Suche nach einem geeigneten Werkleiter geschieht aber nicht in Form einer normalen Stellenausschreibung, sondern die Stadtwerke wollen ein „externes Büro“ beauftragen. Diese Stellensuche will man sich 25.000 Euro kosten lassen. Mit knapper Mehrheit wurde diese kostenintensive Suche nach Informationen von “Wir sind Müritzer” im Werksausschuss befürwortet.

Am 24. September muss die Malchower Stadtvertretung nun final beschließen, ob für eine Stellenausschreibung 25.000 Euro öffentliche Mittel verwendet werden sollen.

Übrigens: Bei den Warener Stadtwerken steht schon in Kürze ein Geschäftsführerwechsel an. Ein Wechsel, auf den man sich lange vorbereitet hat, weil er ja – wie in Malchow – nicht plötzlich kommt. In Waren kostet dieser Wechsel keinen Cent.


3 Antworten zu “Malchow will 25 000 Euro für eine Personalsuche ausgeben”

  1. Personaler sagt:

    Ja das Outsourcen von normalen Aufgaben wird zunehmen.

    Gerade erst hat ein Bürgermeisterkandidat (Holz – CDU) von Kosteneinsparungen bei der Verwaltung gesprochen (Blitz-Zeitung).
    Das geht eigentlich nur durch Personalkürzungen und dann müssen in Zukunft einige Aufgaben extern ausgeschrieben werden.
    Am Ende soll das dann billiger sein – wie man hier an Malchow sieht – verlangen die “externen Büros” dann aber stolze Summen für einfach zu erledigende Aufgaben.

  2. Matthias Wendel sagt:

    25000€ ausgeben für ein externes Büro die dann einen Nachfolger suchen für Herrn Teich Ann. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein Herr Putzar!!!! Das Geld sollten Sie für sinn voller Sachen bzw. Dinge ausgeben!!!! (für die Straßen und Bürgersteigsanierung!!!) Mfg ein Bürger aus Malchow
    PS. Ich hab Sie Gott sei Dank nicht gewählt und Sie sind als Bürgermeister nicht geeignet

  3. Eckhard Kloth sagt:

    Offensichtlich nimmt man sich in Malchow an Ursula von der Leyen ein Beispiel – siehe berühmte Berateraffäre. Da ging es zwar um dreistellige Millionenbeträge, aber irgendwo muss man ja mal anfangen. Die Stadtvertreter sollten sich auf jeden Fall genau anschauen, wer dieses “externe Büro” wohl ist. Die 25.000€ sind jedoch einigermaßen nachvollziehbar: seriöse Headhunter nehmen als Entlohnung bei Erfolg ca. 30-35% des Jahresgehaltes der vermittelten Person. Bei sagen wir mal 78.000€ Jahresgehalt und 33% wären das rund 25.000€. Allerdings könnte man doch auch den bisherigen Chef suchen lassen, oder?