Mecklenburger Metallguss GmbH mit neuer Gesellschafterstruktur

17. Mai 2018

Bei der Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG), Spezialist für Entwicklung und Bau hocheffizienter Schiffspropeller, kommt es zu einem Gesellschafterwechsel. Die DIHAG Holding GmbH, Essen, die bisher 100 Prozent der Anteile hält, veräußert die Gesellschaft an zwei Investoren. Eine Mehrheitsbeteiligung liegt künftig bei einem ukrainischen Privatinvestor, der auch an der DIHAG Holding beteiligt ist.
Minderheitsgesellschafter wird eine Beteiligungsgesellschaft, die von drei Mitgliedern des jetzigen Managements der MMG gegründet wurde. Über Einzelheiten der vereinbarten Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ gehören zur Beteiligungsgesellschaft Katrin Beuster, Dr. Lars Greitsch und Manfred Urban. Sie halten zusammen 25 Prozent an der Gesellschaft.

Mit diesen Veränderungen stellt sich die MMG auf eigene Beine, um flexibler und dynamischer den neuen Anforderungen des speziellen Marktes, in dem das Unternehmen weltweit agiert, gerecht zu werden. Für die DIHAG Gruppe, die zu den führenden Gießereigruppen in Europa gehört, ist der Verkauf ein wichtiger Schritt bei der laufenden Restrukturierung und Neuausrichtung.

Veränderungen im MMG-Management sind nicht geplant. Seit September 2016 wird das Unternehmen von Manfred Urban und Dr. Lars Greitsch geführt. Es ist vorgesehen, dass sich Manfred Urban im Rahmen seiner Ruhestandsregelung sukzessive bis Ende 2019 auf eine beratende Funktion im Unternehmen zurückziehen wird.

Kosteneinsparungen nötig, Arbeitsplätze sichern

Manfred Urban: „Die neuen Gesellschafter sind bereit, trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten persönliche Risiken und Verantwortung auf sich zu nehmen. Wir wollen die MMG weiter entwickeln und dadurch einen Großteil der aktuell rund 200 Arbeitsplätze am Firmenstandort in Waren sichern.“

Die anhaltende Schwäche im internationalen Schiffbaumarkt hat in der deutschen Zuliefererlandschaft und damit auch bei der Mecklenburger Metallguss im vergangenen Jahr zu deutlichen Auftragsrückgängen geführt. Trotz mittelfristig positiver Prognosen im Bereich Handelsschiffbau sind deshalb bei der MMG signifikante Kosteneinsparungen und Kapazitätsanpassungen notwendig. Die Geschäftsführung wird dazu zeitnah Einzelheiten bekannt geben.

Das Unternehmen ist Technologieführer für hoch effiziente Schiffspropeller für den Handels- und Spezialschiffbau und Marktführer im Bereich des sogenannten Propeller-Retrofits. Bei diesem Marktsegment handelt es sich um Nachrüstung von optimierten Propellern an existierenden Schiffen. In den vergangenen Jahren lieferte die MMG mehr als 270 Propeller im Rahmen dieses Nachrüstprogramms an Schiffseigner. Die neuen Propeller tragen damit direkt zum Klimaschutz bei; sie sparten bis dato weltweit bereits mehr als 3 Millionen Tonnen CO2 ein.

Dr. Lars Greitsch: „Auch in Zukunft wird MMG die Entwicklung hochwertiger Gießereiprodukte vorantreiben, die am Standort Waren gefertigt werden sollen.“


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