Mehr Hilfen für barrierefreies Wohnen

12. Juli 2016

Das Wirtschafts- und Bauministerium hat die Förderkonditionen im Landesprogramm „Personenaufzüge und Lifte, barrierearmes Wohnen“ verbessert. „Das Programm wird sehr stark nachgefragt. Um noch mehr privaten und öffentlichen Wohnungsbesitzern die Möglichkeit zu geben, Förderungen in Anspruch zu nehmen, haben wir die Richtlinie breiter gefasst“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Die Richtlinienänderung tritt morgen in Kraft.

Im laufenden Landesprogramm 2016 stehen insgesamt vier Millionen Euro zur Förderung der Nachrüstung von Personenaufzügen, Liften und anderen Hubsystemen in beziehungsweise an Gebäuden mit Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie zur Umsetzung barrierearmer Wohnraumanpassungsmaßnahmen im selbst genutzten Wohneigentum bereit.

Davon sollen drei Millionen Euro zur Förderung der Nachrüstung von Personenaufzügen und Liften an Gebäuden mit Miet- und Genossenschaftswohnungen eingesetzt werden. Weitere Zuschüsse in Höhe von einer Million Euro können für die Umsetzung barrierearmer Wohnraumanpassungen im selbst genutzten Wohneigentum eingesetzt werden.

Mit der jetzt erfolgten Richtlinienänderung werden die Zuschüsse für die Nachrüstung von Personenaufzügen von bisher maximal 45 000 Euro je Aufzug auf maximal 59 400 Euro je Aufzug erhöht, unter Berücksichtigung aller Haltepunkte in einem Gebäude. „Bei den in Mecklenburg-Vorpommern sehr verbreiteten fünfgeschossigen Gebäuden mit Keller erhöht sich so die mögliche Förderung erheblich“, sagte Glawe.

Für Eigenheimbesitzer wurde die Mindesthöhe für zuwendungsfähige Ausgaben bei barrierearmen und barrierefreien Umbauten gesenkt. Eigenheimbesitzer mussten bisher, um eine Förderung beantragen zu können, mindestens 2000 Euro zuwendungsfähige Ausgaben nachweisen. Dieser Betrag ist jetzt auf 1000 Euro gesenkt worden. „Das erleichtert vielen die Möglichkeit, eine Förderung zu beantragen. Jetzt können auch kleinere Investitionen zur Barrierenreduzierung, die dennoch für den Einzelnen entsprechend seiner individuellen Bedarfe eine nachhaltige Erleichterung im Alltag darstellen, unterstützt werden“, sagte Glawe.

Das Landesprogramm Wohnraumförderung steht zum Download auf den Internetseiten des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus unter www.wm.mv-regierung.de (Homepage – Punkt: „Themen“ – „Bau“- „Wohnraumförderung“).


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