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Melzer entdecken einen kleinen „Schatz“

14. August 2015

Melz3Zufall oder Gottes Fügung? Bei der Sanierung des Turmes der Melzer Kirche haben Handwerker jetzt eine „Schatulle“ mit mehr als 110 Jahre alten Dokumenten entdeckt. Und zwar wirklich zufällig, denn eigentlich sollte der Turm nur verputzt werden.

„Während der Arbeiten stellten die Arbeiter fest, dass das Dach undicht ist. Um das zu reparieren, musste auch die Spitze mit Wetterhahn und Kugel runter. Und in dieser Kugel lagen die Dokumente“, berichtet Marianne Franke als Vorsitzende des Fördervereins der Melzer Kirche. Allerdings bleibt es spannend, denn so ganz genau konnten die Melzer noch nicht sehen, was in dieser Kugel alles lag. Die Dokumente waren nämlich nass und müssen zunächst fachmännisch getrocknet werden.

Melz2Auf jeden Fall sind die gefundenen Papiere aus dem Jahr 1901. „Unsere Kirche wurde 1816 erbaut, so dass wir davon ausgehen, dass es 1901 schon mal eine Sanierung ab“, meint Marianne Franke, die sich darauf freut, in Kürze alle Dokumente in Ruhe sichten zu können.

Melz7Doch so lange können die Handwerker, die jetzt an der Melzer Kirche werkeln, natürlich nicht warten. Und so packten die engagierten Melzer gestern eine neue Schatulle, unter anderem mit aktueller Zeitung, einem Zwei-Euro-Stück, einem Glückscent, einer selbst entworfenen Postkarte und einer Broschüre, die 2008 zur 700-Jahr-Feier von Melz erschienen ist. Dicht zugeschweißt, wurde sie wieder in der Kugel verstaut.

Melz6Die Arbeiten am Turm der ansonsten schon umfangreich sanierten Kirche begannen vor rund einem Monat, allerdings war eigentlich nur das Verputzen geplant. Doch nach und nach stellten sich weitere Mängel heraus, wie das undichte Dach oder auch die marode Aufhängung der Glocken. So wird die Restaurierung etwa 90 000 Euro kosten, ein Großteil fließt aus Fördertöpfen, 5000 Euro haben aber auch die Mitglieder des rührigen Fördervereins beigesteuert.

Fotos: Susan Ebel

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