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Müritzer müssen für Müllentsorgung weniger zahlen

26. November 2015

Auch das gibt’s: Anders als erwartet, werden die Müllgebühren ab Januar für die Müritzer sinken. Zumindest hat der Kreisausschuss der neuen Abfallgebührensatzung bereits sein Okay gegeben. Nicht besonders glücklich sind allerdings einige Vermieter mit der neuen Satzung, denn Mieter bezahlen ihre Müllgebühren künftig nicht mehr alleine, sondern über ihren Vermieter. Die sehen sich deshalb als „Inkassounternehmen“ für die Verwaltung.

Der Kreis hatte die Müllentsorgung europaweit neu ausgeschrieben, weil es nach der Kreisgebietsreform im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vier unterschiedliche Satzungen und damit auch Gebühren gab. Das sollte vereinheitlich werden.

Nach der Ausschreibung fiel die Entscheidung für den Entsorger Remondis, der allerdings eine neue Gesellschaft gemeinsam mit dem Kreis gründen musste.

Seit mehreren Monaten ist an der Gebührensatzung gearbeitet worden, das Ergebnis liegt jetzt vor. Demnach zahlt ein Ein-Personen-Haushalt künftig 49,32 Euro im Jahr, bisher waren das 60 Euro.   Für einen Zwei-Personen-Haushalt werden 81,12 Euro im Jahr fällig, bisher 93,48 Euro. Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt künftig 144,72 Euro im Jahr, bisher mussten 160,32 Euro berappt werden.

Negativ für Waren: Künftig wird es nur noch einen Wertstoffhof statt zwei geben. Warener Politiker sehen deshalb die Gefahr, dass die wilden Müllverkippungen wieder zunehmen und mehr Gartenbesitzer im Frühjahr und Herbst ihre Gartenabfälle lieber verbrennen als zum Wertstoffhof zu bringen.


9 Antworten zu “Müritzer müssen für Müllentsorgung weniger zahlen”

  1. mikki sagt:

    Vollständigkeitshalber, sollte auch erwähnt werden, das es für einiger teurer wird. Beispiel: Ein-Personen-Haushalt künftig 49,32 Euro im Jahr, bisher waren das 43,32 Euro (ermäßigt). Da Ermäßigungen ersatzlos gestrichen werden, wird es für diesen Personenkreis teurer.

    MfG

    • Olaf Barczynski sagt:

      Ich wohne in Neu Falkenhagen bei Waren. 2015 knapp 44 Euro für meine 60 l Tonne bezahlt. Jetzt habe ich die Rechnung für 2016 bekommen. 112,92 Euro, was soll denn das? Geht sowas? ohne Ankündung einfach mal über das Doppelte?
      Irgend etwas Läuft in den Ämtern hier zu Lande wohl falsch, oder?

  2. Hanjo sagt:

    Die Aussage, dass die Müritzer im Jahre 2016 weniger bezahlen müssen, ist so nicht richtig. Bei allen Haushalten, die bisher eine ermäßigte Gebühr z.B. aufgrund eines modernen Heizsystems und Kompostierung zahlten, erhöhen sich die Gebühren im kommenden Jahr erheblich (ein 2-Personenhaushalt um 35 % von 60 € auf 81,12€).
    Der Artikel vergleicht unzulässigerweise die Beträge, verrechnet mit den neuen geringen Ermäßigungen der Satzung von 2015 mit den Grundgebühren der Satzung von 2009. Nach den normalen Gebühren zahlt zum Beispiel ein 1-Personenhaushalt jetzt 112,92 € statt bisher 60 €. Solch eine Preiserhöhung gab es noch bei keiner Müllsatzung!
    Wir haben in den letzten Jahren erfahren müssen, dass sich die Gebühren teilweise erhöhten und die Leistungen eher abgebaut wurden. So strich man vor einigen Jahren die kostenlose Abgabe von Grünschnitt in zwei Monaten des Jahres auf den Werkstoffhöfen. Die Schließung des Werkstoffhofes Waren Ost und die neue Gebührensatzung bestätigen diesen Trend.

  3. mikki sagt:

    Ich hatte auch schon an einen Beispiel erwähnt, das die Überschrift eigentlich falsch ist. Mich würde interessieren wieviel Haushalte bisher ‚Ermäßigungen‘ genutzt haben. Da viele Haushalte auf moderne Heizungen umgestellt haben und auch sonst Umweltbewusst entsorgen, sind es sicher auch viele Haushalte die diese Ermäßigung nutzen.
    Deswegen sollte die Überschrift geändert werden in: ‚Für viele Müritzer wird es teurer‘.
    Meine 60-Liter Aschtonne war bisher bei Abholung höchstens ein viertel voll und es wird eher noch weniger. Bezahlen muss ich leider weiter eine 60 Liter-Tonne und jetzt mit mehr Euros wie zuvor.

    MfG

  4. Katharina Wichmann sagt:

    Die Bescheide sind da. Hurra, billiger? Große Lüge muss jetzt 30 Euro mehr bezahlen. Habe sonst Ermäßigung wegen Kompostierung bekommen. Jetzt nicht mehr obwohl Berechnung laut Satzung nach alten Vorgaben sein sollten. Betrug, weil von Ermäßigung ist nichts mehr zu sehen.

  5. Elmar sagt:

    Kann ich bestätigen: Ermäßigung gibt es nicht mehr, also teurer.

    Weil der Landkreis genauestens weiß, wie wir mit Bioabfällen umgehen werden, müssen wir es, wohl oder übel, auch so machen: Allen Kompost ordentlich zusammengedrückt in die fast leere Restmülltonne! Und da lag doch im Garten noch ein alter Ziegelstein… So schläft man besser, weil man weiß, wofür man zahlt. Kompostsieben entfällt auch damit, wie praktisch.

    Achso, bevor ich´s vergesse: Der Lk Meck Seeeenplatte ist umweltfreundlich, per Definition. Basta.

  6. Opa Mikel sagt:

    Meine Rechnung von bisher 60,- € wurde auf 112,93 € fast verdoppelt. Wie soll ich das verstehen, es hat sich privat nichts verändert. Die Kreisgebietsreform muss eben bezahlt werden, da müssen alle Töpfe (auch die Bürger) ran.
    Hoffentlich gehen viele Bürger in Widerspruch und nutzen ihre demokratischen Rechte.

  7. Opa Hartmut sagt:

    Das ist leider in diesen Rechtsstaat so. Man _muss_ wenigstens 60 Liter Müll entsorgen bzw. dafür bezahlen. Wer sparsamer mit Müll umgeht, wird letztlich bestraft. Es gibt aber kleine Ausnahme um evtl. auf Antrag ein paar EUR’s zu sparen. Nachzulesen in der ‚Satzung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte über die Erhebung von Gebühren für die öffentliche Abfallentsorgung’. Mir geht es leider genau so, ich lebe alleine und erzeuge ca. 20 Liter Müll in 14 Tagen, muss aber auch für 60 Liter zahlen. Die in oben erwähnte Satzung erwähnte herabgesetzte Gebühr auf 49.32 EUR wird nicht anerkannt, weil noch andere Personen auf diesem Grundstück wohnen. Aber sei froh, so wie ich das sehe, werden wir auch im ehemaligen Landkreis Müritz bald für ein BIO-Tonne zahlen müssen, ob man will oder nicht.

    MfG

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