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MV: Deutlich mehr Geld für Beschäftigte im Gastgewerbe

26. November 2019

Sehr gute Nachrichten für Beschäftigte des Gastgewerbes: Die Tarifparteien in Mecklenburg-Vorpommern haben sich gestern auf spürbar bessere Konditionen geeinigt. Mit dem neuen Entgelttarifvertrag steigen die Löhne um bis zu 28 Prozent bzw. erhöhen sich um durchschnittlich 2,80 Euro pro Stunde. Das teilte der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) mit, der den neuen Vertrag mit der Gewerkschaft NGG ausgehandelt hat.
Für die Auszubildenden im Gastgewerbe Mecklenburg-Vorpommerns erhöhen sich die Vergütungen in drei Stufen um bis zu 32 Prozent bzw. um bis zu 220 Euro. Die Sozialpartner verständigten sich zudem darauf, die Ausbildungsvergütung für allgemeinverbindlich erklären zu lassen.

Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit vom 01. Dezember 2019 bis zum 31. März 2024.

Sandra Kallisch-Puchelt, die Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite aus dem Gutshof Woldzegarten in Leizen, sagte dazu: „Wir sind mit dem klaren Ziel in die Verhandlungen gegangen, einen Abschluss zu finden. Mit unserem, von den Arbeitnehmervertretern akzeptierten Angebot, haben wir Verantwortung für die Mitarbeiter des Gastgewerbes übernommen und ein klares Signal im Hinblick auf den Fachkräftemangel gesetzt. Eine absolute Erhöhung um bis zu 28 Prozent bedeutet auf die Laufzeit eine durchschnittliche Lohnsteigerung von 2,80 Euro pro Stunde.
Besonders deutlich fiel die Erhöhung bei den Ausbildungsvergütungen aus. Die Erhöhung von bis zu 32 Prozent bzw. um bis zu 220 Euro führen dazu, dass wir in der Vergütung für unsere Auszubildenden in der Laufzeit des Tarifvertrages die 1.000 Euro im dritten Lehrjahr erreichen. Damit haben wir deutliche Steigerungen verhandeln können – ein tolles Signal an die Belegschaften unserer Unternehmen und an den Berufsnachwuchs. Dass wir insbesondere bei der Ausbildungsvergütung zulegen, war mir wichtig.“

Lars Schwarz, Präsident des DEHOGA MV, sagte anlässlich der Verhandlungsrunde: „Der Abschluss ist ein hart erkämpfter Kompromiss. Die jährlichen prozentualen Steigerungen liegen im Durchschnitt oberhalb der beim statistischen Landesamt ausgewiesenen Umsatzsteigerungen im Gastgewerbe der letzten fünf Jahre. Gerade für das Binnenland und die gastronomischen Betriebe wird es schwer werden, diese Lohnsteigerungen aufzufangen. Mich freut dieser Abschluss aber insbesondere für die Auszubildenden. Mit der Erhöhung und dem Erreichen der 1.000 Euro im dritten Ausbildungsjahr, setzen wir das richtige Signal für die Fachkräfte von morgen und für unsere Imagekampagne für gastgewerbliche Ausbildungsberufe Gastro Burner.“

Hier die Steigerungen im Einzelnen:

Bild: Diese “Truppe” hat die neuen Konditionen für die Mitarbeiter im Gastgewerbe ausgehandelt.

Foto und Tabellen: DEHOGA MV

 

 


Eine Antwort zu “MV: Deutlich mehr Geld für Beschäftigte im Gastgewerbe”

  1. Otto sagt:

    Mit Spannung habe ich die erste Gehaltsabrechnung seit dieser
    ” Gehaltserhöhung ” erwartet – wie tausende anderer Arbeitnehmer fühlte ich mich
    ein kleines bisschen verscheißert.
    Inclusive Sonn und Feiertagszüschläge gab es keinen Cent mehr als vorher.
    Wer in der heutigen Zeit noch einen Beruf im Gastgewerbe ergreift,
    dem ist nicht mehr zu helfen.
    Es war einmal ein schöner, angesehener Beruf,
    aber die Profietgier der Firmen ist einfach unersättlich.

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