
Es war wohl gewissermaßen Rettung in letzter Minute. Denn der eigentlich zur Landschaftspflege angeschaffte Ochse war schon seit Oktober im Freien unterwegs.
Er war auch bei mehreren Einfangversuchen geflüchtet und inzwischen schon sehr misstrauisch geworden. Nur manche Lokführer sahen ihn ganz gern unterhalb des Bahndamms im Müritz-Nationalpark beim Grasen.
„Bully“ hätte sonst wohl gleich der Abschuss gedroht. Das zuständige Ordnungsamt hatte dem Halter eine Frist gesetzt, denn die Behörden sahen die Sicherheit an der Bahnstrecke zwischen Neustrelitz und Waren, also auch der Züge zwischen Berlin und Rostock, „gefährdet.“ Sollte der Ochse nicht gefangen werden, hätte die „Ersatzvornahme“ gedroht, wie es amtlich hieß.
Nun steht das Tier wieder in dem kleinen Ortsteil von Kratzeburg, wo die Besitzer ein Erholungsgrundstück haben. Das Gute: Auch Autofahrer müssen nicht mehr befürchten, plötzlich dem sonst scheuen und genügsamen, aber auch ganz schön großen „Hochlandrind“ zu begegnen. Solche Tiere können um die 750 Kilogramm und auch etwas schwerer werden.
@Symbolfoto







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