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Neuer Supercomputer für norddeutsche Wissenschaftler

11. März 2018

Wissenschaftlern in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig ein noch schnellerer Hochleistungsrechner für ihre Forschungen zur Verfügung stehen. Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund) will einen neuen Supercomputer beschaffen, der mit knapp einer Viertelmillion Rechenkerne etwa sechsmal so schnell ist wie das bisherige System. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 30 Millionen Euro. Der Bund unterstützt die Anschaffung.

„Umfangreiche Forschungsprojekte sind nur mit moderner Technologie möglich“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Mit dem neuen Supercomputer erhalten die Forscher die Bedingungen, die für ihre Arbeit notwendig sind. Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Anschaffung mit 2,31 Millionen Euro“, so Hesse.

Mit dem neuen Supercomputer können die Forscher beispielsweise präzisere Modellrechnungen in der Umweltforschung, in den Lebens‑, Material- und Ingenieurwissenschaften und in der Grundlagenforschung in Physik, Chemie und Mathematik durchführen. Insgesamt umfasst der Rechner ca. 244.000 Prozessorkerne. Die Installation der ersten Phase beginnt im Herbst 2018 und wird im Jahr 2019 auf den vollen Ausbauumfang erweitert. Betreiberzentren sind das Zuse-Institut Berlin (ZIB) und die Universität Göttingen.

Der Norddeutsche Verbund zur Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens wurde 2001 von den Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet. Im Jahr 2012 ist das Land Brandenburg dem Verbund beigetreten. Seit seiner Gründung verfolgt der HLRN-Verbund das Ziel, im Interesse der Wissenschaft das Hochleistungsrechnen nachhaltig weiterzuentwickeln und durch spezialisierte Dienstleistungen für Projekte der Spitzenforschung nutzbar zu machen.

In Mecklenburg-Vorpommern greift das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) auf den bisherigen Hochleistungsrechner zurück und nutzt ihn für die Simulation von Ökosystemen und Strömungssystemen in der Ostsee. An der Universität Rostock simulieren Ingenieure und Physiker mit Hilfe des Hochleistungsrechners unter anderem Wärmetransportvorgänge oder physikalische Vorgänge in Nanosystemen.

Weitere Information: www.hlrn.de


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