Parken ganz ohne Kleingeld: Stadt Waren geht mit der Zeit

18. Dezember 2020

Das lästige Kleingeldsuchen beim Parken hat in Waren bald ein Ende. Zumindest auf einigen Parkplätzen und zumindest für Smartphone-Nutzer. Denn am 1. Januar startet in der Müritzstadt das Projekt „Handyparken“ auf zunächst vier ausgewählten Parkflächen. Das heißt, dort kann die Parkgebühr per App bezahlt werden. Das bestätigte Stadt-Sprecherin Steffi Schabbel auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“. Für Autofahrer hat das gleich mehrere Vorteile: Man braucht keine passenden Münzen und die Parkzeit wird individuell abgerechnet, also nur solange man auch wirklich dort steht.

Die ersten Parkplätze, die so ausgerüstet werden, sind der Parkplatz Müritzeum am Ärztehaus Kietz mit 160 Autostellflächen sowie 8 für Caranvan und Busse, der Caravanstellplatz am Amtsbrink mit 19 Stellflächen, der große Parkplatz am Hafen mit 84 Flächen für Pkw, zwei Behindertenparkplätzen sowie 24 für Motorräder und der Busparkplatz in der Kietzstraße mit 8 Stellflächen.

Die Stadt arbeitet dabei intensiv mit der Initiative „smarktparkin“ sowie den Handypark-Anbietern EasyPark“, „PARK NOW“, „moBiLET“, „Yellowbrick/flowbird.“, „paybyphone“, „Parkster“ und „PARCO“zusammen. Die App, die für das Parken benötigt wird, ist kostenfrei, auch der Stadt entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Aber: „Den Parkvorgang startet der Autofahrer per App, Anruf oder auch per SMS. Seine Parkzeit kann er ganz nach Bedarf stoppen oder verlängern. So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Für diesen Komfort addieren die Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr.“

Das System funktioniert sowohl mit dem iphone als auch mit Android-Geräten.

Und wenn es gut läuft, will die Stadt das System auf weitere Parkplätze in der Stadt ausweiten.

Foto: Stadtverwaltungsmitarbeiter Stefan Ulbricht an der „Parkuhr“ des Müritzeum-Platzes, die ab 1. Januar „angerufen“ werden kann.


5 Antworten zu “Parken ganz ohne Kleingeld: Stadt Waren geht mit der Zeit”

  1. Ulrich Bier sagt:

    Nur Abzockerei!
    Mit den Schranken vor dem Parkplatz Kietz war es gerecht.
    Wenn ich ins Ärztehaus zum Arzt mußte, zog ich mir ein Ticket.
    Dies wurde nach der Parkzeit abgerechnet.
    Heute muß ich einen Parkschein kaufen.
    Wie lange das weiß ich nicht.
    Ist abhängig davon wie lange ich beim Arzt warte oder behandelt werde.
    Also zahle ich etwas ein ohne zu wissen ob es ausreicht oder ich zahle zu.
    Ich bin 75 jahre alt und werde mit det App nicht zurecht kommen.
    Bürgerfreundlich ist das NICHT.
    ABZOCKEREI!!

    • Liz sagt:

      Da gebe ich Ihnen völlig Recht.
      Es dient dazu, mehr Geld Einzunehmen – beim Parken und bei Kontrollen wegen überschrittener Parkgebühr.
      Für uns als Einwohner echt ungünstig, dass hier vor allem auf Urlauber geachtet wird. Pech für die Parker, die zum Ärztehaus müssen.
      Da könnte sich unsere Stadt mal für Ihre Einwohner eine bessere Lösung einfallen lassen!!!
      Apps können mir auch gestohlen bleiben.

  2. Simon Simson sagt:

    Das macht mich ganz happy. Endlich auch das per App bezahlen! Juchhu. Und weil das so schön ist, übe ich schon mal die Namen der Anbieter aus der new economy den unterschiedlichen Zuschlägen zuzuordnen und zu prüfen, welche Seite wie lange lädt und wer mir welche Art von Cookies auf das Handy drücken will. Viel Spaß auch Euch im elektronischen Wirrwarr. Wie hießen die noch? Ich übe: Quarkparkerin, miesyPack“, Parkblow, Barhocker, no Billet, yellowfick, Flohshirt, Babyphone, Murkster. Nee, doch irgendwie anders. Helft mir mal, bevor ich in der Verwaltung anrufe und mir eine nette Person im Bürgerbüro weiterhilft. Die dort haben das bestimmt alle drauf.

  3. M.Z. sagt:

    Kann man denn noch „normal“ bezahlen? In meiner Familie haben wir alle kein Smartphone und uns fehlt auch nichts. Wäre schade, wenn man wegen dem Parken gezwungen wäre, hier „nachzurüsten“.