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Röbels Revierleiter lässt die Polizei-Uniform ab morgen im Schrank

30. September 2019

Vor 27 Jahren kam er aus Schleswig-Holstein an die Müritz, jetzt packt Jens Fischler (Bildmitte) gerade wieder Umzugskartons. Der Erste Polizeihauptkommissar, bis heute Chef des Polizeireviers Röbel, zieht mit seiner Frau nach Hamburg. Für den 61-Jährigen beginnt nämlich ein neuer Lebensabschnitt – nach 42 Jahren im Polizeidienst bleibt die Uniform ab sofort im Schrank. Stattdessen will der Beamte den Ruhestand genießen. Aber eben nicht an der Müritz, sondern in Hamburg.

Ende vergangener Woche hat sich Jens Fischler von seinen Kollegen, Freunden und Bekannten verabschiedet. Mit dabei auch sein langjähriger Freund Edo Kuhlmann. Er war es nämlich, der den Schleswig-Holsteiner an die Müritz holte. „Edo war bereits in Waren als Leiter der Polizei tätig, brauchte noch Leute und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch nach Waren zu kommen. Und ich hatte Lust auf die Herausforderung“, erzählt der Neu-Pensionär. Inzwischen ist auch „Kumpel“ Edo im Ruhestand, der Müritz-Region aber treu geblieben.

„Meine Frau und ich möchten im Ruhestand gerne viel Abwechslung genießen, auch kulturelle Angebote. Berlin war eine Option, aber letztendlich haben wir uns für Hamburg entschieden“, erzählt Jens Fischler, der aber keineswegs nur in seiner neuen Heimat Zeit verbringen möchte. Denn Familie Fischler ist gerne mit dem Wohnmobil unterwegs, für die kommenden Monate sind bereits einige Touren geplant.
„Der Müritz-Region und ihren Menschen werde ich aber natürlich immer treu verbunden bleiben“, verspricht der 61-Jährige, dessen beruflicher Werdegang nach der Schule zunächst ganz anders begann. Denn seine Eltern wollten, dass er einen „anständigen“ Beruf lernt, Polizist gehörte offenbar nicht dazu. Also ließ sich der junge Jens zunächst als Einzelhandelskaufmann ausbilden, wollte anschließend dann aber doch noch seinen Traumjob lernen.

Diesen Traumjob hat Jens Fischler 42 Jahre ausgeübt – mit vielen Höhen und Tiefen, tollen Erlebnissen, aber auch vielen schrecklichen Momenten, und einem Wandel, denn Polizist sein vor 42 Jahren ist etwas ganz anderes als Polizist zu sein im Jahr 2019. Und auch deshalb hat der Röbeler Revierleiter einen großes Wunsch: „Mehr Respekt vor Einsatzkräften – egal ob Polizist, Notfallretter oder Feuerwehrmann.“

„Wir sind Müritzer“ wünscht einen erlebnisreichen Ruhestand und sagt Danke für viele Jahre gute, faire Zusammenarbeit.


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