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Tunnelprojekt: Waren bekommt beachtliche Summe aus Fördertopf

21. Juni 2018

Das kann man doch wirklich einmal Geldregen nennen:

Die Stadt Waren bekommt morgen von Infrastrukturminister Christian Pegel eine Förderzusage über 2,2 Millionen Euro für den barrierefreien Umbau der Zugänge zum Bahnhofstunnel.

Es ist vorgesehen, eine kombinierte Treppen- und Rampenanlage von der Bahnhofsseite zum Bahnhofstunnel sowie einen Aufzug am Ausgang zur Teterower Straße zu errichten.
Vom Bahnhofstunnel aus kann der Mittelbahnsteig des Bahnhofs erreicht werden (WsM berichtete).

Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen 4,4 Millionen Euro. Baubeginn ist frühestens im Herbst des kommenden Jahres.

Der Bahnhofstunnel ist seit vielen Jahren ein Schandfleck in Waren und für Behinderte eine unüberwindbare Hürde.


2 Antworten zu “Tunnelprojekt: Waren bekommt beachtliche Summe aus Fördertopf”

  1. Andre sagt:

    Klasse, dass 4 Millionen Euro aus dem Nichts erscheinen!
    Vor nicht all zu langer Zeit hatte die Bundesbahn angeboten, einen barrierefreien Zugang auf ihre Kosten zu realisieren. Diese Lösung entsprach jedoch nicht dem „ästhetischen Empfinden“ unserer Stadtvertreter.

    Nun hat also sowohl die Stadt Waren als auch das Land jeweils 2 Millionen Euro übrig, um ästhetische Glanzpunkte zu setzen.

    Ein barrierefreier Zugang zum Bahnhof ist definitiv notwendig, aber warum sind sonst 10.000 € Sportförderung nicht finanzierbar, wenn jetzt 4 Millionen Euro Steuergelder aus dem Nichts auftauchen?

  2. W sagt:

    André,
    nach meinen Informationen kann die Deutsche Bahn (eine „Bundesbahn“ gibt´s seit 99 nicht mehr) nicht beliebig investieren, insbesondere nicht in Anlagen, die Anderem dienen, als den Mittelbahnsteig zu erschließen. Es geht hier um die Funktion als zusätzliche Verbindung zwischen Nord- und der übrigen Stadt. Das liegt nicht am regionalen Projektmanager, der in Schwerin schwere und gute Arbeit leistet und das Beste für alle machen möchte, sondern an den Finanzierungsbedingungen. Unsere Bahninfrastruktur wird aus Mitteln des Eigentümers, d.h. des Bundes finanziert und eben nur, was für die Bahn relevant und wirtschaftlich ist. Genau an dieser Schnittstelle müssen die Gebietskörperschaften ran. Dass man hier eine sehr gute, förderfähige Lösung gefunden hat, ist nach einer Menge Hickhack und fast schon idiotischen Lösungsansätzen (Wellblechbrücke nur zum Mittelbahnsteig) allen zu danken. Ganz sicher sind die zwei Millionen Steuergelder dort besser angelegt, als im derzeit begrabenen Projekt einer Untertunnelung der Röbeler Chaussee statt der Fußgängerampel Höhe Volksbad oder in luxuriösen Hafenausbauten.

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