Verfügbares Einkommen in MV am niedrigsten

9. Mai 2018

In Mecklenburg-Vorpommern verfügte 2016 durchschnittlich jeder Einwohner über 18 299 Euro Einkommen für Konsum und Sparen und damit am wenigsten in ganz Deutschland. der bundesdeutsche Durchschnitt lang bei 21 919 Euro. Das teilte das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern gestern mit.

Das verfügbare Einkommen je Einwohner spiegelt die monetäre Situation der privaten Haushalte einer Region wider. Es ist dabei nicht identisch mit der Kaufkraft, bei der regionale Preisunterschiede zu berücksichtigen wären. Es darf auch nicht mit den Nettolöhnen und -gehältern der Arbeitnehmer verwechselt werden, weil es u. a. die Renten und Pensionen mit einschließt.

Im Jahr 2016 standen im gesamtdeutschen Durchschnitt je Einwohner 21 919 Euro an Einkommen für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung. In Mecklenburg-Vorpommern waren es nur 18 299 Euro je Einwohner, 3 620 Euro weniger als im Bundesdurchschnitt. Zugleich war dies auch der niedrigste Wert aller Länder. Im Jahr 2016 erreichte die Angleichung an den Bundesdurchschnitt somit 83,5 Prozent (2015: 82,7 Prozent).

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ergibt sich aus dem Primäreinkommen der privaten Haushalte über Einkommenstransfers insbesondere mit geleisteten Steuern und Sozialbeiträgen sowie empfangenen sozialen Leistungen. 2016 betrug das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt 29 489 Millionen Euro.

Das Primäreinkommen aller privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns umfasste im Jahr 2016  genau 30 242 Millionen Euro, je Einwohner waren das 18 766 Euro (Deutschland: 26 438 Euro). Hauptanteil an den gesamten Primäreinkommen der privaten Haushalte hat das empfangene Arbeitnehmerentgelt der in Mecklenburg-Vorpommern wohnenden Arbeitnehmer mit 23 286 Millionen Euro (77,0 Prozent; Deutschland: 73,5 Prozent).

Weitere 10,6 Prozent entfielen auf Betriebsüberschuss und Selbstständigeneinkommen (3 199 Millionen Euro; Deutschland: 10,1 Prozent). Der dritte Bestandteil des Primäreinkommens sind die Vermögenseinkommen, die aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Anlage- bzw. Kreditformen von den privaten Haushalten empfangen, aber auch (z. B. bei Kredittilgung) geleistet werden können. Der positive Saldo aus empfangenen und geleisteten Vermögenseinkommen der privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns betrug 2016 3 756 Millionen Euro und hatte damit 12,4 Prozent Anteil am Primäreinkommen, war aber im Durchschnitt Deutschlands deutlich höher (16,4 Prozent).

An Nettosozialbeiträgen wurden von den privaten Haushalten des Landes 2016 insgesamt 9 775 Millionen Euro und an Einkommen- und Vermögensteuern 3 656 Millionen Euro gezahlt. An den von den privaten Haushalten insgesamt empfangenen monetären Sozialleistungen (12 019 Millionen Euro) hatten die Leistungen für Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe einen Anteil von 13,1 Prozent (Deutschland: 12,8 Prozent) und die Leistungen für Alters- und Hinterbliebenenversorgung einen Anteil von 64,5 Prozent (Deutschland: 63,0 Prozent).


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