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Wachablösung an der Spitze der Warener Feuerwehr

22. Februar 2015

F10Nach fast 20 Jahren an der Spitze der Warener Feuerwehr hat Harald Hakert das Amt des Wehrführers jetzt in jüngere Hände gegeben. Mit großer Mehrheit entschieden sich die Freiwilligen für Reimond Kamrath als Nachfolger. Der 37-Jährige ist schon seit vielen Jahren Vize-Wehrleiter und immerhin schon gut 20 Jahre in der Feuerwehr. Neuer Stellvertreter ist der ebenfalls erfahrene Kamerad René Dreier.

Für Harald Hakert, inzwischen 60 Jahre alt, ist es aber kein kompletter Abschied von den „Löschmännern“. Er bleibt Feuerwehrmann und wird auch künftig mit ausrücken, wenn die Hilfe der Retter gebraucht wird.
Angefangen hat der stellvertretende Ordnungsamtsleiter vor 41 Jahren bei der Betriebsfeuerwehr der Wellpappe.Viele schlimme Einsätze musste er im Laufe der Jahre gemeinsam mit seinen Kameraden bewältigen, und erinnert sich an fast alle mit Datum und Uhrzeit. Beispielsweise an den verheerenden Brand des Schlosses Ulrichshusen 1987. „Da waren wir eine Woche im Einsatz“, weiß Harald Hakert heute noch.

Nicht mehr aus dem Gedächtnis bekommt er den 3. Januar 1998. Damals mussten die Freiwilligen los eilen, weil eine junge Frau bei Schwinkendorf mit ihrem Trabant verunglückt war. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Sie verbrannte in ihren Auto. Am selben Tag brach ein Feuer in einer Wohnung in Waren-West aus. Dabei kam ein kleines Kind ums Leben. „Das war für alle eine ganz schlimme Erfahrung“, erzählt der ehemalige Wehrführer. Auch sein Nachfolger Reimond Kamrath kann sich an diesen Tag noch genau erinnern. Er war damals ebenfalls schon mit im Einsatz.

Apropos Einsätze: Warens Feuerwehr ist im vergangenen Jahr 146mal alarmiert worden und damit 26mal mehr als 2013. Allerdings nur in den seltensten Fällen, weil es gebrannt hat (28mal).. Zumeist ging es um technische Hilfeleistungen wie beispielsweise bei Unfällen. Zu den größeren Einsätzen zählte der Brand von mehreren Booten in Eldenburg und der Brand eines Einfamilienhauses in Klink.

Verwester Fischotter und wandernde Waschmaschine

Zugenommen hat die Zahl der Einsätze, die automatische Brandmeldeanlagen auslösen. Gegenwärtig gibt es im Zuständigkeitsbereich der Warener Feuerwehr nämlich 43 Objekte, deren Brandmeldeanlagen automatisch in der Leitstelle auflaufen.
Darüber hinaus scheint man die Feuerwehr immer öfter als „Mädchen für alles“ zu missbrauchen. So wie im März vergangenen Jahres, als 50 Kameraden wegen eines toten Tieres im Hafenbecken alarmiert wurden – unter einem Steg schwamm ein stark verwester Fischotter.
Im Dezember mussten die Freiwilligen ‚raus, weil sich eine schleudernde Waschmaschine in Waren-West selbstständig gemacht und die Badtür versperrt hatte.
Auch der Rettungsdienst muss immer öfter auf die Hilfe der ehrenamtlichen Frauen und Männer zurückgreifen. Entweder, um Türen zu öffnen oder um beim Tragen zu helfen.

Überaus positiv stellt sich der Personalbestand der Warener Feuerwehr dar: 58 Männer und 6 Frauen sind im aktiven Dienst, das Durchschnittsalter liegt bei 33,6 Jahren. In der Jugendfeuerwehr und bei den Löschfüchsen lernen 30 Mädchen und Jungen den Umgang mit dem Schlauch. „Im vergangenen Jahr mussten wir uns sogar entschließen, eine Warteliste einzuführen“, berichtete Harald Hakert. Ein Luxusproblem, wenn man bedenkt, dass Feuerwehren in vielen Städten und Gemeinden des Landes aufgrund von Personalsorgen nicht mehr ausrücken können.

Und hier die Warener Feuerwehrleute, die während der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet oder befördert wurden:

Zum Feuerwehrmann/frau wurden ernannt:

Sophie Schmidt

Uwe Hanisch

Victor Rathsack

Zum Oberfeuerwehrmann wurden befördert:

Paul Kocik

Stefan Hanisch

Pilliph Schuhmacher

Zum Hauptfeuerwehrmann wurden befördert:

Stefan Meyer

Bodo Voss

Margitta Berger

Zum Löschmeister wurden befördert:

Mario Ast

René Bensch

Für 10-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Christine Rosen

Sarah Rattmann

Daniel Ast

Toni Brech

Paul Kocik

Marcel Kleiß

Matthias Pries

Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Mario Ast

Henry Währer

Raik Mühlenbeck

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde geehrt:

Jörg Kottke

Für 30-jährige Mitgliedschaft wurde geehrt: 

Ingo Kleiß

Dank und Anerkennung für hervorragende Leistungen erhielten:

Christian Ivers

Denny Rosen

Anerkennung für hervorragende Leistungen in der Jugendfeuerwehr und bei den Löschfüchsen:

Patrick Görner

Max Spengler

In den aktiven Dienst übernommen wurde:

Christian Römer

 


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