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Warener Kanuten auch auf Salzwasser erfolgreich

23. September 2014

Am Wochenende starteten die Warener Kanuten zur letzten Regatta des Jahres in Rendsburg/Schleswig-Holstein. Aufgrund der weiten Anreise und der Notwendigkeit, im Zelt zu übernachten, wurde diesmal nur eine kleine Truppe mit auf die Reise genommen. Ungewöhnlich waren auch die Bedingungen auf der Ober-Eider: Salzwasser, eine sehr wellige Strecke und ab und an eine Segelyacht, wovon eine ausgerechnet im Rennen von Benedikt Ramme mitten durch das Starterfeld fuhr.

Die schwierigen Bedingungen erforderten auch einen größeren logistischen Aufwand, so dass mit Kay Wermann, Hans-Ulrich Lange, Martin Maas und Mario Koch fast der gesamte Trainerstab mit auf die Reise ging und dabei noch von Eltern unterstützt wurde.
Die wichtigsten Aufgaben übernahm dabei Martin Maas, der nicht nur für das Verladen der Boote verantwortlich zeichnete, sondern auch den vom Autohaus Behrend zur Verfügung gestellten Ford-Transporter fuhr und sich am Sonntag um die frischen Brötchen kümmerte. Und ein gutes Frühstück brauchten die Sportler bei dem anstrengenden Programm auf jeden Fall. Denn immerhin galt es für einige, bis zu vier Starts zu absolvieren.

Zwei Jahrgänge Unterschied

Gestartet wurde diesmal über die 2000 Meter, 500 Meter und 200 Meter. Auf der Langstrecke über 2000 Meter zeigte sich die geringe Erfahrung der Müritzer Sportler über diese Distanz, denn einige hatten am Start, der über die Langstrecke immer als Massenstart erfolgt, etwas Mühe. Torben Haupt und Lukas Schnur, die erstmals zusammen im Zweier starteten, erreichten hier einen zweiten Rang, Friedrich Engels wurde im Kajak-Einer Fünfter.

Über die 500-und die 200-Meter-Strecke zeigten die MSC-Sportler wieder sehr gute Leistungen. Sie mussten sich in Rendsburg auch gegen eine starke dänische Auswahl vom Sportgymnasium Silkeborg behaupten. Obwohl die Dänen fast immer auf dem obersten Treppchen standen, bewiesen die Warener ihren guten Trainingsstand.
Benedikt Ramme gewann im K1 über 500 und 200 Meter jeweils sehr sicher, ebenso gewann Klara Schnur beide Male und verwies ihre Partnerin Minett Engels auf den 2. bzw. 3. Platz. Gemeinsam errangen sie einen 3. und 4. Platz im K2. Wenn man bedenkt, dass sie dabei gegen ein und zwei Jahre ältere Konkurentinnen antraten, kann man diese Leistung erst einschätzen. Leider ist die Altersklasseneinteilung so gestaltet, dass oft zwei Jahrgänge gegeneinander fahren. Im nächsten Jahr wird es dann für Klara und Minette schon leichter.

Auf dem Zielstrich gekentert

Die größeren Mädels Annika Neudeck und Janina Koch standen dem nicht nach und errangen über beide Strecken im Zweier den Bronzerang. Janina wurde in den Einzelrennen einmal Zweite und einmal Dritte. Dem wollte auch Kay Wermann nicht nachstehen – als einziger Canadier-Fahrer aus Waren musste er in der Leistungsklasse gegen jüngere Konkurrenz antreten und kämpfte so aufopferungsvoll, dass er nach 500 Metern auf dem Zielstrich erschöpft ins Wasser fiel. Da hatte er nur einen Konkurennten an sich vorbeiziehen lassen müssen. Am nächsten Tag revanchierte er sich mit dem Sieg über die 200 Meter.

Wenn auch nicht alle Teilnehmer mit einer Urkunde nach Hause fuhren, so zeigten doch die guten Platzierungen insgesamt, dass der Warener Kanunachwuchs auf einem guten Weg ist. Immerhin muss man bei der Bewertung der Leistungen berücksichtigen, dass unsere Kinder zweimal in der Woche trainieren, während die Konkurrenz an den Sportgymnasien mindestens zweimal am Tag trainiert – und das fünf Tage pro Woche. Im November werden dann die Kräfte beim Athletikwettkampf in Neustrelitz gemessen, bevor es nächstes Jahr im Mai wieder zur Regatta aufs Wasser geht.

Text und Foto: Mario Koch

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