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Warener Stadtvertreter macht sich spontan auf Müll-Tour

7. November 2019

Nicht nur snacken: Bei der gestrigen Stadtvertretersitzung in Waren kam auch das Thema Müll und Dreck in der Stadt zur Sprache. Unter anderem, als es um die beabsichtigte Einstellung eines Klima-Managers ging. MUG-Politiker Olaf Gaulke kann sich mit diesem “teuren” Posten nicht unbedingt anfreuden und meinte, dass stattdessen lieber ein weiterer Mitarbeiter im Stadtbauhof eingestellt werden soll. Jemand, der für Ordnung sorgt.
In diesem Zusammenhang kam dann von Bauamtsleiter Ingo Dann der Einwand, dass Waren gar nicht dreckig sei, nur wenig Müll herum liege.
Das wollte Olaf Gaulke, der viel in der Stadt unterwegs ist, so nicht stehen lassen und hat sich heute morgen spontan für nur eine halbe Stunde mit “Greifer” und Mülltüten auf den Weg gemacht – von der Kreuzung Schweriner Damm/Mecklenburger Straße bis zum Altstadtcenter.

Ergebnis nach der kurzen Strecke: Zwei Gelbe Säcke gefüllt mit Müll – vor allem mit Plastikmüll.

So kann man einem Amtsleiter der Warener Verwaltung auch beweisen, dass er die Stadt, für die er arbeitet, offenbar nicht so gut kennt, und gleichzeitig zeigen, dass jeder etwas tun kann.

Drei Daumen hoch von uns!


2 Antworten zu “Warener Stadtvertreter macht sich spontan auf Müll-Tour”

  1. Anni sagt:

    Entschuldigung, aber da muss ich Ihnen widersprechen!
    Eine Vollzeitkraft kann an jedem Tag dann 7 Stunden Müll sammeln (45 Minuten Fahrzeit, 15 Minuten Müllentsorgung).
    Glauben sie ernsthaft, dass er nach 2 Wochen intensiven Sammelns noch sehr viel Müll finden wird?
    Hochgerechnet wären das nämlich 280 Säcke Müll. Nach den 2 Wochen langweilt sich der Mitarbeiter.
    Es sollten Steuergelder vom Staat nur sparsam, zielgerichtet und effizient ausgegeben werden – das wäre dann hier nicht der Fall.
    Von einem Klimamanager, der den ganzen Tag im Büro Akten wälzt, halte ich zwar auch nicht viel, aber nur für das Müllsammeln einen Mitarbeiter einstellen, ist in Waren wirklich nicht nötig.
    Es kann sein, dass der Stadtbauhof einen Mitarbeiter mehr benötigt. Allgemein und wegen anderen Aufgabenbereichen. Aber bitte nicht nur mit der Begründung “Müllsammeln”.
    Es fällt mir von Jahr zu Jahr immer mehr auf, dass Sie bestimmte Probleme nicht komplett erfassen und einfachste Lösungen fordern und diese dann mit Beweisen unterfüttern, die einer Überprüfung nicht stand halten. Schade eigentlich, früher war das alles hier ein bisschen besser.

  2. Ein Warener sagt:

    Da kann man mal sehen, wie ein Teil der Amtsleiter sich um Waren kümmern.
    Man sieht es ja wie die Mülleimer in der Friedensstraße und Lange Straße gefüllt sind.
    Da kann man in der Saison auch mehrmals fahren und sie leeren. Aber es wird ja kein Personal dafür eingestellt. Ich frage mich , warum unsere Urlauber Kurtaxe bezahlen, wenn sie so dreckige Straßen und Ufer sehen müssen. Fährt man nach Polen zb. nach Swinemünde findet man an der Promenade, am Strand und in der Stadt kein Müll. Ich habe dort selber gesehen, wie abends nach 21.00 Uhr und auch Sonntags der Müll aus den Eimern und von den Straßen gesammelt wurde. Es ist einfach sauber und ordentlich dort. Dafür zahle ich als Urlauber gerne dann die Kurtaxe, die auch in Swinemünde fällig ist.
    Aber um Müll und Dreck zu vermeiden, sollte jeder bei sich selber erstmal anfangen.
    Vielleicht können ja die Stadtvertreter mit dem Bauamtsleiter eine Exkursion durch Waren machen, damit er die Stadt kennen lernt und dabei sieht was man verbessern kann. Nur so kann man lernen und nicht nur im Büro sitzen.

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