Warens Bürgermeister vertraut weiter auf Nesselberg-Investor

23. August 2017

Auch wenn der Investor eine weitere Fristverlängerung beantragt hat, ist Warens Bürgermeister Norbert Möller nach wie vor davon überzeugt, dass Gregor Schmidt den Aqua Regia Park für rund 80 Millionen Euro auf den Nesselberg setzt.

„Der Investor konnte unter Beachtung der Komplexität des gesamten Vorhabens nachvollziehbar darstellen, warum er für eine erfolgreiche Umsetzung eine weitere Fristverlängerung für den Optionsvertrag benötigt“, so Möller in einer Pressemitteilung.

Entscheiden müssen über die Fristverlängerung die Stadtvertreter am 4. Oktober. Zuvor werde darüber in verschiedenen Ausschüssen beraten.

Der Bürgermeister werbe bereits jetzt bei den Stadtvertretern um eine Weiterführung der konstruktiven Zusammenarbeit bei diesem Bauvorhaben, da er trotz der anstehenden Fristverlängerung den Investor Gregor Schmidt nach wie vor als einen verlässlichen Partner einschätze.

Eigentlich wollte Schmidt das Grundstück auf dem Nesselberg für sein Projekt mit Tauchturm bis Ende September kaufen.


5 Antworten zu “Warens Bürgermeister vertraut weiter auf Nesselberg-Investor”

  1. Willi sagt:

    Ich wünsche mir, dass dieses Vorhaben nicht realisiert wird. Ich wohne in der Papenbergstraße und habe schon jetzt Angst davor wenn MareMüritz eröffnet. Was z.Zt. in Waren abgeht hat mit dem „sanften Tourismus“, wie viele unserer Kommunalpolitiker in den 1990er Jahren forderten, nichst mehr zu tun. Müritz-Villa, Hafenresidenz usw. usf.

  2. w sagt:

    Ich bin davon überzeugt, dass das Ganze eine Finte ist, was einen Herrn Gregor Schmidt auch immer dazu bewegt. Dieses Projekt ist vollkommen überzogen, reines Blendwerk. Viel mehr als ein paar 3D-Grafiken gibt es auch nicht. Nicht das erste Mal sind Verwaltung und Bürgerschaft großmäuligen Versprechen auf den Leim gegangen. Ist ja auch schwer, sich der Verlockung von Investitionen in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe zu entziehen. Wie war das gleich mit dem Piratendorf?
    Ich finde den Investor aber eher in Ordnung. Er hat die Wahrheit doch angedeutet. Nur, man verbietet sich hier im Städtchen, über den Namen aqua regia nachzudenken, weil das nicht zum Ziel (viele Millionen) passt. Ich warne alle, in seinen Pool zu springen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigswasser

  3. Eckhard Kloth sagt:

    Ein Trauerspiel. Unnütz wie Rotz am Ärmel und von einem Typen betrieben, der schon am Bodensee gescheitert ist. „Komplexität des Vorhabens“ – was heißt das eigentlich? Der Mann muss einfach die Kohle beschaffen, um das Grundstück zu kaufen. Und wenn es dann nicht für seine Fantasia Welt reicht, kann er ja Kohlrabi oder Stachelbeeren anbauen. Was für ein Unfug dieses Nesselbergprojekt. Hoffentlich bettelt der Bursche nicht noch um Almosen, sprich ein paar Milliönchen an Fördermitteln…:-(

  4. w sagt:

    Herr Kloth, um Ihres zu ergänzen, will ich noch mal auf das Thema Big Player im Tourismusgeschäft eingehen.

    Die bekommen am Ende immer ihre gewünschten Fördermittel, natürlich aus Steuergeld der Normalverdiener. Mit diesen Millionen bauen sie dann in der Masse schön billig Bettenburgen und schnappen dem oben genannten Normalverdiener, der etwas von seinem Häuschen als Ferienwohnung abzwackt, die Touristen weg. Um dennoch zu bestehen, bekommen die Big Player Bebauungspläne, die am Ufer fünfstöckig erlauben, eine von Bäumen befreites Panorama auf das Wasser und das Recht, Wasserflächen, ohne sie als Grund zu kaufen, mit Booten zuzulegen. Dass der kleine Mann die Arbeit mit der Ferienwohnung auf sich nimmt, um über die Runden zu kommen, ist schnurz. Auf der Rückseite der Betonklötze mit Aussicht auf Parkplatz und Klofenster kann er seine Preise anpassen und bei der 12-18 oder Herrn Schmidt putzen gehen. Wenigstens geht das mit Königswasser schnell.

    Unsere Bürgerschaft tut sich die mühsamen Sitzungen sicher nicht umsonst an: Ein großer Teil ist im Baugeschäft, ein weiterer in der Verwaltung und ein Dritter irgendwie aktiv im Tourismus unterwegs. Kann man da Neutralität erwarten?

    • Eckhard Kloth sagt:

      Wir müssen einfach Neutralität und Sachkenntnis vom Stadtparlament erwarten. Die Leute sind gewählt, um zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger Entscheidungen zu fällen, die ja oft weit in die Zukunft wirken. Alles andere ist keine Demokratie sondern Klientel Politik. Natürlich ist unser Land voll davon, aber hier können wir das hautnah kontrollieren und hoffentlich das Schlimmste verhindern. Es gibt ja auch durchaus perspektivisch gesehen gute Beschlüsse. „Wir sind Müritzer“ wird sicher dranbleiben.

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