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Wenn die Neugier auf „heiße“ Versprechungen im Abo endet

4. Februar 2016

Wer auf diese Art und Weise abgezockt wird, mag es nur ungern zugeben, aber dennoch warnen jetzt einige Herren, die sich auf einer – sagen wir mal – freizügigen Homepage umgeschaut haben und wenig später die Rechnung bekamen.
Seit einiger Zeit gibt es nämlich sowohl eine Homepage als auch eine Facebook-Seite, auf denen „Sexkontakte“ sowie „heiße Sextreffen“ mit Frauen aus Waren und Umgebung versprochen werden. Was sich zunächst als kostenloser Service anhört, endet aber schnell im Abo, das man nur schlecht wieder los wird.

treffen„Ein Freund hat mir via Facebook eine Einladung für die Seite geschickt. Klar ist man da neugierig. Doch plötzlich hieß es, dass man sich anmelden muss. Allerdings stand da auch, dass man für die Ameldung nicht zu bezahlen braucht“, berichtet ein Müritzer.

Doch wer Mädchen sehen, kennenlernen und daten möchte, muss bezahlen, Das läuft über ein Abo. Außerdem bietet das Unternehmen, das laut Impressum verantwortlich für diese Homepage ist, noch einige Extra-Dienste und Abos, die aber alle ordentlich kosten. Und zwar nicht nur einmalig.

Verantwortlich ist die EDEV Media AG mit Sitz ins Zürich, die unzählige Web-Seiten mit Flirt-/Sex- und Seitensprung-Inhalten betreibt und mit der sich nach Recherchen von „Wir sind Müritzer“ bereits zahlreiche Verbraucherzentralen beschäftigen. Denn immer wieder tappen Nutzer in die Abo-Falle.

Dabei könnte man gewarnt sein, denn in den abgedruckten Allgemeinen Geschäftsbedingungen heißt es unter anderem: „Die Nutzung bestimmter Dienste auf Sextreffen Waren Müritz ist kostenpflichtig. Zur Aktivierung der kostenpflichtigen Dienste akzeptiert der Nutzer die damit verbundene Zahlungsverpflichtung durch Klicken auf das in diesen Fällen angebotene Bestätigungsfeld. Die genauen Entgelte und Konditionen dieses Dienstes werden unmittelbar vor der Freischaltung des jeweiligen Dienstes angezeigt.“ Doch wer liest schon ellenlange Geschäftsbedingungen?

„Als ich mitbekommen habe, dass ich ein Abo am Hals hatte, wollte ich das schnell wieder los werden. Das war aber nicht so leicht, denn die Firma meinte immer, sie habe meine Kündigung nicht erhalten oder hatte andere Ausflüchte parat. Erst, als ich einen Anwalt eingeschaltet hatte, kam ich da ‘raus“, so der Müritzer, der mit seiner Offenheit, die ihm wirklich schwer fällt, andere warnen möchte.
Und er verrät: „Von den Mädchen, die da nur leicht bekleidet auf Facebook und auf der Internetseite abgebildet sind, kommt garantiert nicht eines aus der Umgebung. Alles Quatsch.“


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