
Marc ist 27 Jahre alt, Grafik-Designer, kommt aus Barcelona in Spanien und hat vor einem Jahr eine Ausbildung im Schloss Klink zum Koch begonnen. Valentina ist 30 Jahre alt, hat ihre Heimat im italienischen Sardinien und dort nach einer Ausbildung in der Tourismus-Branche in verschiedenen Jobs gearbeitet. Doch sowohl in Spanien als auch in Italien sind die Arbeits-Chancen für junge Menschen gegenwärtig alles andere als rosig.

Wo Sprache kein Hindernis ist
Nach einem Sprachkurs in Rostock ging’s zu den künftigen Arbeitgebern. Marc lernte die Küche im Schloss Klink kennen, Valentina glänzte schon nach kurzer Zeit mit ihrem Engagement an der Rezeption. Tja, und auch Azubis haben Freizeit und ein Leben neben der Arbeit. Das allerdings ist für Ausländer an der Müritz, die erst begonnen haben, Deutsch zu lernen, gar nicht so leicht, zu zweit aber viel einfacher.

Ein Ergebnis ihrer Spanisch-Italienischen Liebe in Deutschland verzaubert seit fünf Wochen sämtliche Schloss-Mitarbeiter und Gäste: Am 23. März kam Isaak auf die Welt. Ein „Schloss-Baby“, wie Katrin Holst, Assistentin der Geschäftsführung, verrät. „Schon vor der Geburt haben alle Mitarbeiter geholfen. Mit vielen Tipps, die man als Ausländer unbedingt braucht, mit Kleidung für den Nachwuchs und mit einem Kinderwagen.
Geholfen hat aber auch die Geschäftsführung selbst. Das außergewöhnliche Pärchen wohnt mit dem süßen Nachwuchs dank des Arbeitgebers in einer eigenen Wohnung, Valentina konnte ihre Ausbildung unterbrechen, und auch bei der Suche nach Ärzten, Tagesmutti und vor allem bei den vielen, vielen Behörden-Gängen, stand die Schloss-Leitung den Beiden mit Rat und Tat zur Seite.
Sehnsucht nach den Familien

Und so wissen Marc und Valentina auch noch nicht, was sie nach ihrer Ausbildung im Jahr 2017 machen. In Deutschland bleiben, nach Spanien oder Italien zurück? An der Müritz jedenfalls sind sie auch dann weiterhin herzlich willkommen. „Unsere Azubis sind wirklich sehr fleißig und einsatzbereit. Klar würden wir uns freuen, wenn sie sich entscheiden, hier zu bleiben“, sagt Katrin Holst. Das gilt übrigens auch für die anderen Azubis. Von den derzeit sieben Lehrlingen im Schloss Klink kommen fünf aus Italien, Spanien und Ungarn, unter den vier neuen, die demnächst ihre Ausbildung starten, sind gar keine aus Deutschland.
Foto unten: Die Azubis des Schlosshotels Klink








Alles Gute für die beiden.