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Wie befürchtet: Erste Kostenerhöhung bei Umbau des Hafens

1. Mai 2015

GeldscheineEs ist rund ein halbes Jahr hat, dass Warens Stadtvertreter über Mehrkosten für den zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnenen Umbau des Warener Hafens diskutierten. Damals kündigte Bürgermeister Norbert Möller (SPD) an, dass die Arbeiten noch einmal eine Millionen Euro mehr verschlingen. Noch einmal, weil sich der Preis zuvor schon einmal verdoppelt hatte. Und so stand die Entscheidung, geben wir rund 8,3 Millionen Euro für 70 neue Liegeplätze und zwei feste Molen aus oder nicht. Die Befürchtungen damals: Ob das wirklich das Ende der Fahnenstange ist? Dennoch entschieden sich die Stadtvertreter mehrheitlich für das Projekt, auch, weil es ihnen von der Verwaltung als alternativlos dargestellt wurde. Wie sich jetzt zeigt, war es nicht das Ende der Fahnenstange.

Nur ein halbes Jahr nach Beginn des Umbaus sind wie von Kritikern des Ausbaus befürchtet, die ersten Nachträge in der Verwaltung eingegangen. Wie Bürgermeister Möller erklärte hat der Auftragnehmer bereits vier Nachträge im Gesamtumfang von gut 250 000 Euro eingereicht. Als Grund nannte Möller, dass sich der Untergrund komplizierter darstellt als gedacht, dass bei den Gründungen deshalb nicht alles glatt lief und die Pfähle zunächst nicht die nötige Tragfähigkeit aufwiesen und dass deshalb höhere Kosten für Prüfungen anstehen.

Von den 150 nötigen Pfählen seien bislang 38 im Wasser, die Probleme habe man jetzt im Griff und einen Teil der Mehrkosten angeblich auch. Denn durch Einsparungen an anderer Stelle sei es gelungen, die 250 000 Euro Mehrkosten auf „nur“ 131 000 Euro zu drücken. Allerdings handelt es sich hierbei um Zahlen bis zum 31. März 2015, nicht ausgeschlossen, dass in den vergangenen vier Wochen weitere Kosten aufgelaufen sind. Und das Umbauprojekt steht bekanntlich erst ziemlich am Anfang.

„Ich höre die Beteuerungen, mit denen man um unsere Zustimmung für den Umbau gebettelt hat, noch in meinen Ohren klingen. Nein, da kann jetzt nichts mehr passieren, hieß es da. Wir haben alles bis ins Detail geplant, es wird eine strenge Kostenkontrolle geben. Und nicht einmal sechs Monate später nimmt das von sehr vielen befürchtete Drama seinen Lauf“, so zwei Stadtvertreter gegenüber „Wir sind Müritzer“.

Dazu, wo das zusätzliche Geld herkommen soll, hat Bürgermeister Norbert Möller noch nichts gesagt.

Hafen

 

 


Eine Antwort zu “Wie befürchtet: Erste Kostenerhöhung bei Umbau des Hafens”

  1. Norbert Bluhm sagt:

    Die aktuelle Kostenerhöhung sollte man vielleicht im Rahmen der „Entwicklung“ des Warener Stadthafens sehen…
    Sehr schnell war das gut 15 Jahre alte Millionenprojekt zu klein für aktuelle Mega-Jachten.
    Seit zumindest 3 Legislaturperioden beschäftigt speziell Bauamtsleiter Dr. Gunter „L.“ die Warener Stadtvertreter in ungezählten Sitzungen/Vorlagen/Varianten damit, die recht funktionsfähige Konstruktion des Warener Stadthafens auf „bigger“ umzugestalten.
    An sich ist schon dieser Eifer bemerkenswert. – Nachdem vor Jahren das Superpaket „Ausbau Nord-/Südmole“ den Warener Abgeordneten deutlich zu teuer erschien, gab’s die abgespeckte Nordmolen-Variante, die mittlerweile (auf dem Papier) teurer ist, als o.g. funktionale „Warener Hafen 2.0“-Lösung.
    Nun wird es (vorläufig), trotz vollmundiger Bekenntnisse des ehemaligen und amtierenden Bürgermeisters sowie des Bauamtsleiters, wieder mal „ein wenig“ teurer…
    Ich hab‘ vor gut 13 Monaten im Hauptausschuss prognostiziert, dass im Warner Hafen 15 Mio. € „versenkt“ werden; H.-J. Kersten (CDU) stimmte mit mir gegen die „Ausbauvorlage“ mit ihren vielen Unwägbarkeiten.
    Seinerzeit hieß es seitens Dr. „L.“ auch, die Ketten seien marode, man würde die Pontons gewinnbringend verkaufen und einen neuen Vertrag mit dem Hafen-Pächter aushandeln.
    NICHTS von dem war oder ist wahr (geworden/geblieben).
    Man könnte sich fragen, wem das nützt – oder wem das schadet.
    Ich stifte 1 Kasten Bier – welcher Sorte auch immer – als „Wette“, dass man dieser „Nötigung“, die man auch „Korruption“ nennen könnte, nicht „auf den Grund geht“.
    (Den „Kaste“n verliere ich gerne…)