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Wie es Kriegsgefangenen in Mecklenburg erging

2. Dezember 2015

Seit Mitte November 2015 ist im Stadtgeschichtlichen Museum im Rathaus am Neuen Markt eine zweiteilige Ausstellung mit dem Titel „Gefangen im Krieg“ zu sehen. Mit Bildern und Texten wird darin über die Arbeits- und Lebensbedingungen sowjetischer Kriegsgefangener 1941 bis 1945 in Mecklenburg – vor allem in Neubrandenburg-Fünfeichen und den Arbeitskommandos in der Umgebung – und deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion 1941 bis 1956 informiert.

AusstellungBei den Besuchern soll die Erinnerung an schreckliche Ereignisse des 20. Jahrhunderts wachgehalten und zum Nachdenken über aktuelle Konflikte und deren Folgen angeregt werden.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Neubrandenburger Museumsvereins und wurde von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ in Berlin und der Landeszentrale für Politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern“ unterstützt. Sie war von September bis Oktober im Neubrandenburger Museum zu sehen.

Statt mit einer Ausstellungseröffnung soll das Thema durch einen Vortrag und ein Gespräch mit der Rostocker Historikerin Dr. Natalja Jeske vorgestellt werden, die zum ersten Teil der Ausstellung über das Leben der sowjetischen Kriegsgefangenen und ihr weiteres Schicksal recherchierte. In diesem Jahr erhielt sie für ihre Arbeiten zum Lagerstandort Neubrandenburg-Fünfeichen den Annalise–Wagner-Preis 2015.

Die Veranstaltung findet heute um 16 Uhr im Rathaussaal statt.


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