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Wohnungsunternehmen geht neue Wege

18. November 2015

Alters- und Pflegeheime sind häufig der letzte Ausweg, wenn’s gar nicht mehr anders geht. In den vergangenen Jahren sind aber auch in der Müritz-Region immer mehr Alternativen entstanden, um kranken und älteren Menschen möglichst lange ein eigenständiges Leben ermöglichen zu können.
Auch die Wohnungsbaugesellschaft Waren (WOGEWA) bietet jetzt in Waren eine solche Alternative an, und zwar eine Wohngemeinschaft für Menschen, die an Demenz leiden.

Gemeinsam mit der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte hat das städtische Unternehmen in den vergangenen Wochen ein Konzept entwickelt, um ab Januar 2016 zwölf Frauen und Männer in der Carl-Hainmüller-Straße 17 in einer „Wohngemeinschaft für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz“ zu betreuen.

Hainmueller„Wir gehen damit auch neue Wege, denken aber, dass der Bedarf auf jeden Fall da ist. Wir wollen mehr, als nur Wohnungen vermieten, denn wir fühlen uns auch darüber hinaus für unsere Mieter verantwortlich“, sagte WOGEWA-Geschäftsführer Martin Wiechers.
Und so hat das Unternehmen die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, denn seit dem Frühjahr laufen bekanntlich umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in der Carl-Hainmüller-Straße 17.

In der zweiten Etage wird gerade an den Räumen für die Wohngemeinschaft gewerkelt, aber schon jetzt ist zu erkennen, dass die künftigen Bewohner sich über sehr viel Platz freuen können. Platz in ihren Zimmern, aber auch Platz in den Gemeinschaftseinrichtungen wie in der Küche.

„Das ist auch ganz wichtig, denn wir wollen den Alltag mit den Bewohnern gemeinsam gestalten. Sie können – wenn sie möchten – mit kochen, sich mit um die Wäsche kümmern oder die Tische decken“, berichtet Dorothea Zeugner von der Diakonie. Denn eines ist bei der Wohngemeinschaft nicht gewünscht: Dass sich die Bewohner wie im Pflegeheim um nichts kümmern müssen.

„Nein, auch die Angehörigen wollen wir gerne mit einbeziehen. Und je mehr die Erkrankten selbst machen können und dürfen, um so länger behalten sie ihre Eigenständigkeit“, so die Expertin von der Diakonie. Ob es allerdings auch die Diakonie sein wird, die sich später rund um die Uhr um die 12 Frauen und Männer kümmert, ist noch offen. Denn dass entscheidet die Gemeinschaft später selbst.

Wer sich die Räumlichkeiten der neuen Wohngemeinschaft anschauen und sich über das Konzept informieren möchte, hat dazu am kommenden Sonnabend, 21. November, von 10 bis 14 Uhr bei einem Tag der offenen Tür Gelegenheit. Den Interessierten werden sowohl Mitarbeiter der WOGEWA als auch der Diakonie Rede und Antwort stehen.

Foto unten: Gudrun Mut von der Diakonie in einem der großzügig geschnittenen und farblich auf Demenzkranke abgestimmte Zimmer.

Mut


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