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Zweiter Wertstoffhof wahrscheinlich bald wieder dicht

25. November 2016

Recycling in DeutschlandAuch die Mitglieder des Warener Hauptausschusses haben den erst im Frühjahr wieder eröffneten zweiten Wertstoffhof in Waren-Ost „beerdigt“. Fünf Mitglieder stimmten gegen den Wertstoffhof – René Drühl (CDU), Ralf Spohr (CDU), Ralf Schütze (SPD), Volker Seemann (SPD) sowie Petra Klebba (SPD) – , Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hat sich enthalten, und drei Mitglieder stimmten für den Wertstoffhoff, nämlich Toralf Schnur (FDP), Heidemarie Engelking (Linke) sowie Helga Kuhn (Linke).
Das letzte Wort haben zwar die Stadtvertreter, aber bei der bekannten Einigkeit von CDU und SPD dürfte der Beschluss auch dort nicht anders ausfallen, so dass die Warener ab dem kommenden Jahr dann wieder nur mit einem Wertstoffhof auskommen müssen.
„Da wird es sicher wieder viele geben, die ihren Müll sonstwo hinkippen“, befürchtet Toralf Schnur.


7 Antworten zu “Zweiter Wertstoffhof wahrscheinlich bald wieder dicht”

  1. jens 66 sagt:

    Gibt es denn auch eine plausible Erklärung für die Schließung, des zweiten Annahmehofes?!?

    Sicher rechtfertigt die Schließung des zweiten Annahmehofes nicht, dass Müll wieder in den Wäldern entsorgt wird. Leider leben unter uns zu viele Menschen die einfach zu dämlich sind, um das zu begreifen. Da werden ganze Couchgarnituren, und nicht nur die, mit großem Aufwand im Wald und an Rastplätzen entsorgt, obwohl die Untermehmen es von zu Hause abholen.

    Und trotzdem, bleibt die Frage warum ist es so ein großes Problem, zwei Annahmehöfe im Wechsel zu betreiben, der Personalaufwand ist doch der Gleiche?

  2. jens 66 sagt:

    Und noch eine Frage stellt sich. Wie kommt es, dass sich ein Bürgermeister bei der Abstimmung enthält?!?
    Hat er nicht geschafft, vorher seine Frau zu fragen, wofür er stimmen soll, oder ist es ihm egal wie bei so einem wichtigen Thema entschieden wird.
    Ich glaube die Warener Bürger hätten einen Bürgermeister verdient, der klar Stellung
    bezieht, ob Ja oder Nein ist dabei zweitrangig.

  3. Ralf Huth sagt:

    Ich kann in diesem Zusammenhang nur zum zivilen Ungehorsam aufrufen. Leute kippt doch euren Müll einfach bei den Herren, die gegen den Wertstoffhof gestimmt haben, über den Gartenzaun. Das ist doch besser, als wenn der Müll dann wieder in der Botanik landet.

  4. Ureinwohner sagt:

    Es ist doch absurd, zu denken, dass 3 km mehr Entfernung zum Werstoffhof, die Menschen dazu bringt, Ihren Abfall in die Natur zu schmeißen. Wer das tut, hat es vor der Schließung eines Hofes auch schon gemacht.

    Wer die Sache ganz nüchern und wirtschaftlich betrachtet, wird ganz klar sehen, dass durch den aktuellen täglichen Wechsel der Personalaufwand bei 2 Höfen zwar nicht höher ist. Jedoch sind, ohne dass ich die Zahlen dazu kenne, laufende Unterhaltungskosten einer 2ten Liegenhaft nicht zu unterschätzen (doppelte Pacht, Strom, Reinigung, Bereitstellung der Container = doppelt so viel, wie bei einem Hof). Diesen Luxus muss man sich leisten können, in einer Stadt von ca. 20.000 Einwohnern. Zumal der Bedarf angezweifelt werden kann: aktuell ist täglich ja seit langem nur 1 Hof geöffnet und die Entsorgung funktioniert problemlos.

    Wer würde sich denn im privaten Leben beispielsweise für sein Auto 2 Garagen mieten, wenn man nur 1 Auto unterstllen muss?

    • Heißt im Umkehrschluss, dass Stadt und Stadtvertreter bisher nicht nüchtern und wirtschaftlich an das Thema herangegangen sind, sondern erst nach langem Hin und Her den zweiten Hof wieder eröffnen, um ihn dann ein paar Monate später wieder zu schließen. Übrigens – ohne irgendwelche Zahlen vorzulegen.

  5. hajo sagt:

    Diese Entscheidung ist auch deshalb nicht zu begreifen, weil sich die Gebühren mit der neuen Müllsatzung extrem erhöht haben (bei mir von 60.-€ auf 112,92€).
    Gleichzeitig wurden die Personalkosten für einen kompletten Wertstoffhof eingespart und trotzdem fehlen, für die nur noch dreitägige Öffnung dieses Standortes, die finanziellen Mittel!
    Man stellt sich generell die Frage, warum Dinge, die für uns jahrzehntelang gut und richtig waren und für die auch Geld da war, plötzlich nicht mehr finanzierbar sind?
    Ich sehe den Grund darin, dass viele unser Politiker auf allen Ebenen sich immer mehr in der Rolle des moralisierenden Erziehers sehen und die lösungsorientierte Sacharbeit dabei auf der Strecke bleibt.

  6. Gerd sagt:

    An den Ureinwohner, ich hab zwei Garagen und nur ein Auto!!!!!
    Auch hab ich vor einiger Zeit, in Waren, gewählt und nicht damit gerechnet, was für Pfeifen sich da um die Posten schlagen ! Zu Ihren 3 km, das wäre auch meine Anfahrt, wenn ich meine Gartenabfälle vor der Amtstür kippen würde, wiel mich, die dort gefaßten Beschlüsse, sogar dazu ermuntern könnten. Da ist ja keine Natur !
    Zu den Kosten, ja verdient der Annahmekollege auch soviel wie ein Hausmeister bei der Warener AWO ?????
    Dann können 30.000,- ja nicht reichen. Wie wäre es, wenn die Stadt mal ein paar Zahlen veröffentlicht ?
    Bei den erhöhten Müllgebühren zahlte ich, bei jeder Lieferung von Gartenabfällen, den mir genannten Betrag.
    Mal bekam ich ´ne Quittung, mehrfach keine. Mein Gedanke, kleines Trinkgeld für ihr Dasein !
    An unserer Amtspfeifen, Ihr könntet ja auch gleich beschließen, das die Anwohner von Waren Ost ihren Abfall über Jägerhof, nach Waren West,zu liefern haben, wegen dem Verkehrsaufkommen in der Mozartstrasse !!!

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