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Heute Zustimmung: „MareMüritz“ steuert in den sicheren Hafen

21. März 2017

Dem Projekt „MareMüritz“ steht so gut wie nichts mehr im Weg: Nachdem vor allem die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses in den vergangenen Wochen heftige Kritik insbesondere an der präsentierten Parkplatz-Situation geübt und das Vorhaben in dieser Form abgelehnt  haben, gaben sie heute mit großer Mehrheit ihren Segen für die Anlage. Auch, weil die Investoren – die 12.18. Investmentgesellschaft – mehr als einmal deutlich gemacht haben, wie wichtig ihnen diese Warener Anlage ist. Sie gingen immer wieder und ungewöhnlich ausführlich auf die Bedenken der Müritzer Politiker ein.

Zur heutigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses waren nicht nur die Planer dabei, sondern auch Jörg Lindner als einer der Investoren. Und der kündigte nach der Sitzung gegenüber „Wir sind Müritzer“ an: Es geht jetzt zügig voran.

Knackpunkt waren in den vergangenen Wochen die Parkplätze, da die Planer zunächst eine Variante vorschlugen, die Stellflächen direkt am Ufer der Müritz vorsah. Und diese Variante kam gar nicht gut an. Später mangelte es den Stadtvertretern an Stellflächen generell, denn schon jetzt gebe es in diesem Bereich erhebliche Parkplatzprobleme.

Heute nun stellte die Planerin einen neuen Vorschlag vor, in dem insgesamt 79 Stellplätze mehr vorgesehen sind als laut Gesetz nötig. Teilweise auch außerhalb des „MareMüritz“-Grundstückes, nämlich am Wanderweg zwischen Seeufer und Bootsschuppenanlage.

Das hat nicht nur CDU-Mann Jürgen Seidel überzeugt. „Wir sollten immer im Auge behalten, dass es sich hier um ein 32-Millionen-Euro-Projekt handelt, eines der größten, das Waren je gesehen hat. Und zwar ohne Förderung. Andere Städte würden sich danach die Finger lecken. Nicht nur das Projekt an sich ist wichtig, auch die gesamte Wertschöpfung inklusive der vielen Arbeitsplätze“, warb Jürgen Seidel.

Auch Dagmar Willisch von den Linken fand heute nur positive Worte: „Ich fühle mich und unsere Bedenken von den Investoren ernst genommen. Dafür möchte ich mich bedanken.“

Letztendlich stimmten acht Mitglieder des Hauptausschusses dem nötigen Durchführungsvertrag zu, einer enthielt sich. In der kommenden Woche müssen dann noch einmal alle Stadtvertreter darüber beraten und befinden. Ein Ja gilt aber als sicher.

Insgesamt plant 12.18. gemeinsam mit einem institutionellen Investor den Bau von 184 Ferienwohnungen, einer Hafenanlage mit 150 Liegeplätzen, eigener Hafengastronomie und einer Wellness-Oase. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, am 15. April können die Warener beim Tag der offenen Tür mit den Investoren ins Gespräch kommen.


2 Antworten zu “Heute Zustimmung: „MareMüritz“ steuert in den sicheren Hafen”

  1. Waran an de Möritz sagt:

    Es ist zu begrüßen, dass sich die Investoren bewegten und nicht ihre Vorstellungen nur per Totschlagargument, sonst rechne sich das Ganze nicht, durchdrücken. Nach wie vor unglücklich bin ich als Schilfliebhaber, dass enorm viele Liegeplätze entstehen. Hier müsste die Stadt irgendwann Grenzen setzen und alles präzise dokumentieren, denn sonst werden es, per Salamitaktik, immer mehr. So konnte man vor einigen Jahren vom Volksbad aus die Kanaleinfahrt Richtung Kölpinsee sehen. Vorbei. Es muss auch endlich Schluss sein, mit nachträglichen Genehmigungen aus Herrn Doktor Lüddes Bauamt für oft absichtliche Überschreitungen des Baurechts. Und hier sind wir wieder bei maremüritz. Will die Gesellschaft die für Ihr Projekt nötigen Stellplätze außerhalb Ihres erworbenen Terrains schaffen, nehmen sie Fremdland in Anspruch, um ihre überreizte Bebauungdichte zu legitimieren. Das mag im Einzelfall auch durch die Stadtvertretung gutiert werden, braucht dann aber auch Planrecht, Klarheit zum Eigentum, zur Unterhaltslast, zu ökologischen Ausgleichsmaßnahmen usw. Und hierzu sollte scharf nachverhandelt werden. Bisher bot o.g. Doktor als Ausgleich die Umwandlung eines trockenen Rasens hinter dem Hagebaumarkt in ein Trockenrasenbiotop an.
    https://mueritzwaran.jimdo.com/

  2. oscar sagt:

    Wunderbar. Hat sich doch das prunkvolle Grünkohlessen im Schloß Fleesensee für die Politik für die Herren Investoren 12. und 18. gelohnt.
    Mal sehen, ob die Investition jetzt ohne Probleme realisiert wird?

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