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DDR-Zwangsdoping: Ines Geipel mit Fricke-Preis ausgezeichnet

15. Juni 2019

Ines Geipel ist bei einer feierlichen Preisverleihung von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Sonderpreis ausgezeichnet worden. Die langjährige ehemalige Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfe e.V. wurde für das herausragende Engagement, mit dem sie sich über viele Jahre für die Opfer des Zwangsdopings sowie für die unterdrückten Schriftsteller in der DDR eingesetzt hat, wie auch für ihre Arbeiten zur Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur geehrt.

Anne Drescher, die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur: „Wir freuen uns über diese Ehrung und gratulieren Ines Geipel und den weiteren Preisträgern. Die DDR hat für ihre sportpolitischen Ziele bewusst und systematisch Tausende Kinder und Jugendliche missbraucht. Heute leiden betroffene ehemalige Sportler unter den gesundheitlichen und seelischen Folgen von Doping und Gewalt. Ines Geipel hat die Gesellschaft unermüdlich über dieses Unrecht aufgeklärt und sich für eine angemessene Anerkennung eingesetzt.“

Die Laudatio auf Prof. Ines Geipel wurde von Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial Moskau) gehalten. Bundespräsident a.D. Horst Köhler überreichte die Urkunde. Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V., weitere Sonderpreise erhielten Hartmut Büttner, MdB a.D. sowie die Thüringer Zeitschrift „Gerbergasse 18“.

Der Preis wird durch eine Spende des Arztes und früheren Fluchthelfers Burkhart Veigel ermöglicht. Der Karl-Wilhelm-Fricke-Preis trägt dazu bei, die kritische Auseinandersetzung mit den kommunistischen Diktaturen zu fördern, den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft zu stärken sowie die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands zu festigen.


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