
„Wir sehen das schon als Bevorzugung einer Kandidatin, auch wenn die Schulleitung ihren Einsatz damit begründet, dass eine Tochter von Frau Julitz in der Einrichtung lernt. Man stelle sich nur vor, Herr Müller als AfD-Kandidat hätte diese Stunden gestaltet“, heißt es in einer Mail, die von mehreren Eltern unterzeichnet wurde (Namen sind d. Red. bekannt). Laut Information der Schulleitung handelt es sich um eine Veranstaltung im Rahmen des „Tages der Freien Schulen“, der vor allem in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg Tradition hat.
„Das wichtige Landtagswahljahr bietet Gelegenheit, auf vier bedeutende gesellschaftliche Anliegen der freien Schulen aufmerksam zu machen: Vielfalt, Menschlichkeit, Demokratie und freie Meinungsbildung. Auch wir als Arche-Schule haben diesen Tag … geplant: Am Freitag wird die Landtagsabgeordnete, Frau Nadine Julitz, die auch Schülerin-Mutter bei uns ist, in der 5. und 6. Klasse jeweils ‚Eine Stunde für die Demokratie‘ Rede und Antwort stehen, natürlich altersgerecht konzipiert. So haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, mit einer Politikerin direkt ins Gespräch zu kommen. Wir wollen Demokratie erlebbar machen. Ich freue mich auf eine interessante Gesprächsrunde“, schreibt Schulleiterin Manuela Bielke an die Eltern.
„Es geht um das Bild der Schule“

Zurück zum Antrag der SPD/Grünen in der Stadtvertretung. Auslöser dafür sind offenbar zwei Veranstaltungen der AfD in Waren. Eine fand im JOO! statt, die andere in der Dethloff-Schule. Beide Events starteten, nachdem die Schüler und Jugendlichen längst zu Hause waren. Die Fraktion SPD/Grüne wollte durchsetzen: „Eine Vergabe von stadteigenen Räumlichkeiten in den Schulen in der Trägerschaft der Stadt Waren (Müritz) und in Jugendeinrichtungen für Wahlkampfveranstaltungen, Wahlwerbung oder sonstige parteipolitische Werbezwecke ist untersagt.“ Die Teilnahme von Parteivertretern am Unterricht, wie im Erlass von Mecklenburg-Vorpommern erlaubt und heute von ihrer Stadtvertreterin Nadine Julitz durchgeführt, nehmen die Warener SPD- und Grünen-Politiker in dem Antrag allerdings aus.
„Es hat nichts damit zu tun, ob die Veranstaltung während des Unterrichts oder danach stattfindet. Es geht um das Bild der Schule“, begründete Fraktionschef Martin Brümmer. Zustimmung gab’s von Sylvia Hänsel, die für die Linken in der Stadtvertretung sitzt.
Doch eine Mehrheit fand der Antrag am Mittwochabend nicht.







Die Doppelmoral „Unserer Demokratie“.
Man kann nur noch lachen.