Auch Warener müssen mehr für den Saft aus der Dose zahlen

16. November 2013

Post, über die sich gewiss niemand freut, finden die Warener in diesen Tagen in ihren Briefkästen: Auch sie müssen ab Januar 2014 erneut mehr für den Saft aus der Dose bezahlen. Die Stadtwerke kommen nicht umhin, den Strompreis zu erhöhen.

Als Grund nennt das städtische Unternehmen die höhere Umlage, die für die so genannten Erneuerbaren Energien (EEG) zu zahlen sind. „Diese zusätzlichen Kosten können wir nur zum Teil durch günstige Einkaufsbedingungen ausgleichen“, so Geschäftsführer Eckhart Jäntsch.

Einen Teil der gestiegenen EEG-Umlage, die man in Waren absolut nicht beeinflussen könne, müsse der regionale Versorger von der Müritz auf die Kunden umlegen. Deshalb steigen die Stromkosten im Januar um 0,7 Cent je Kilowattstunde netto (0,83 Cent je Kilowattstunde brutto). Bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden pro Jahr bringt diese Erhöhung Mehrkosten von exakt 24,99 Euro brutto mit sich, die der Verbraucher zahlen müsse. „Wir werden auch in Zukunft alles Mögliche tun, um vergleichsweise günstige Preise anzubieten“, so die Stadtwerke.

Immerhin: Die Warener Stadtwerke zählen auch nach der Erhöhung zu den günstigsten regionalen Stromanbietern in Mecklenburg-Vorpommern.

Kurz zum Prozedere: Die Zählerstände für die Preisanpassung werden die Stadtwerke auf der Grundlage des Vorjahresverbrauches hochrechnen. Wer das nicht will, kann vom 2. bis 14. Januar 2014 auch den aktuellen Zählerstand vom 1. Januar 2014 mitteilen.

Vor wenigen Tagen haben bereits Malchows Stadtvertreter eine Erhöhung des Strompreises beschließen müssen – ebenfalls wegen der EEG-Umlage, also ebenfalls, weil die Bundespolitik sich inzwischen massiv in den Kommunen auswirkt.


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