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Fehlende Parkplätze bringen schlechte Bewertungen

11. März 2017

Dass Waren in Sachen Parkplätze bei vielen Autofahren für graue Haare sorgt, und zwar auch außerhalb der Hochsaison, ist bekannt. Aber nicht nur in der Innenstadt gibt es Probleme. Ihrem Parkplatzärger hat jetzt Christiane Scherfig, die mit ihrem Mann das „FloMaLa“ am Seeufer betreibt, in der Stadtvertretung Luft gemacht. Denn weil es am Eingang zum Nationalpark zu wenig Stellflächen gibt, müssen sich die Hoteliers und ihre Mitarbeiter so einiges anhören.

„Es eskaliert teilweise. Da sagen uns die verärgerten Autofahrer, die auf unserem Grundstück parken, aber unsere Leistungen nicht in Anspruch nehmen wollen, glattweg, dass sie dann im Netz unser Essen schlecht machen“, berichtete Christiane Scherfig.
Teilweise könne sie die Leute auch verstehen. Sie möchten in Richtung Ecktannen oder um die Feisneck wandern, oder einfach nur die Natur an der Kuhtränke genießen. Was fehlt, sind Parkplätze.

Der Stadt sei das Problem bekannt, der Nationalpark erkläre dagegen, von nichts zu wissen. „Wir beschäftigen 16 Mitarbeiter, zahlen über Mindestlohn und auch unsere Gewerbesteuer pünktlich und erwarten auch Hilfe von der Stadt“, so Christiane Scherfig.

Und tatsächlich scheint die Stadt das Problem zu kennen. Bauamtsleiter Gunter Lüdde versprach sogar Abhilfe. An der Streße zur Feisneck, in der es im Bereich der Jugendherberge bereits einige Parkplätze gibt, sollen in Kürze weitere entstehen.

Foto unten: Christiane Scherfig macht in der Bürgerfragestunde der Warener Stadtvertretung auf das Parkplatzproblem aufmerksam.


4 Antworten zu “Fehlende Parkplätze bringen schlechte Bewertungen”

  1. RENATE sagt:

    Weil es zu wenig Parkplätze gibt, kann man ja auch eine Terasse auf dem“Alten Markt“(DIREKT AUF DER FAHRBAHN)bewilligt bekommen. Da gehen in der Innenstadt „nur“ 3 Parkplätze verloren. Gab es nicht einmal Parkhauspläne???

  2. Simo sagt:

    Wenn alles zugepflastert ist, was wollen die Herrschaften dann noch genießen? Die Parkplätze? Da können sie auch zu Hause bleiben.
    Wenn die fehlenden Parkplätze das einzige Übel wären, würden wir, die Hierlebenden wohl aufatmen.
    Wir Warener müssen auch so einiges ertragen – nämlich dass man von der MASSE an Touristen regelrecht überrollt wird. Wir haben die Nase gestrichen voll!!!
    Da ist im Sommer in der Innenstadt kein Durchkommen mehr. Sucht man dann die Stille und Abgeschiedenheit der Wälder, jagen sie auf Fahrrädern in diesen seltsamen quietschbunten Kleidungsstücken in halsbrecherischer Geschwindigkeit an einem vorbei. Sowohl einzeln, als auch in Gruppen die zahlenmäßig an Schulklassenstärke erinnern. Und genau da, wo man früher essbare Pilze fand, ist hingesch…en, garniert mit Klosettpapier!!! Und das nicht nur einmal, solche Plätze werden zu regelrechten Kloaken. Aber das sind ja Touristen. Wo bitte gibt es Touristenkotbeutel??

    Ich denke, dass bezüglich der Anzahl der hierhergelockten Touristen das Boot übervoll ist. Schlechte Bewertungen wird es weiter geben, eben weil die Ressource „unberührte Natur“ begrenzt ist. Es liegt am Massentourismus (so muss man es schon nennen), an dem als unangemessen hoch empfundenen Preisniveau, und an der gefühlten Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und erlebter Realität. Der Bauboom wird die Situation keineswegs verbessern. Es wird dann lediglich genauso zugebaut aussehen wie anderswo auch. Jeder Meter der hier noch bebaut wird, zerstört Stück für Stück die Oase, nach der Erholungsbedürftige suchen.

    • Peggy Wendt sagt:

      Danke für diesen Beitrag. Er spricht mir aus dem Herzen. Hier wird mit Macht alles darangesetzt, die Natur zu zerstören. Müssen in Waren in endloser Folge direkt am Wasser immer neue Bettenburgen entstehen? In der gesamten Stadt gibt es bereits unzählige Hotels, Pensionen und Ferienzimmer! Muss denn heutzutage jede Ferienwohnung (siehe Maremüritz) einen eigenen Bootsliegeplatz haben? Die Urlauber sind bestimmt auch auf einem der bereits vorhandenen Ausflugsdampfer gern gesehene Gäste. Muss der Warener Hafen „auf Teufel komm raus“ vergrössert werden? Die Folgen der Flut der immer zahlreicheren, grösseren und schnelleren Wasserfahrzeuge für die Natur und Umwelt sind deutlich sichtbar.
      Müssen wir uns alles bieten lassen?
      Unsere Kinder und Enkel, so sie dann noch hier leben, werden für alles, was wir ihnen hinterlassen oder nicht, die Rechnung bekommen. Und sie müssen sie zahlen!

  3. Elimar sagt:

    Peggy,
    ich will nicht oberlehrern, aber ist das nicht so? Wo ein Investor Betonwürfel ans Wasser klotzt, wird er sie an einen Hotelier los. Warum? Weil er 150 oder mehr Bootsliegeplätze hat und ein tolles Inklusivangebot naturgemäß Wasserratten anzieht. Dahinter verstreute Ferienwohnungen ohne Plastikboot haben dann auch keinen Seeblick mehr. Klar, welche Betten belegt sind. Der Nächste stellt womöglich seinen Kubus auf Pfähle ins Wasser. Geht nicht??? Doch! Wo genug Geld ist, ist eine Ausnahme, Satzungs- oder auch Gesetzesänderung nicht wirklich weit. Natürlich wird er diese Bausünde reißend los, denn das Hotel dahinter bietet fortan statt des Seeblicks auch nur noch einen auf die kleinen Klo-Fensterchen auf der Rückseite.
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    Wir müssten uns das nicht auf Dauer bieten lassen. Aber auf die Wahlen zu hoffen greift zu kurz. Es fehlt nämlich an einer wirklichen Alternative. Oder glaubt jemand, dass die AfD den Investoren mit den dicken Portemonnaies weniger zugeneigt ist? Ich fragte dort mal an. Keine Antwort. Statt also die eine Legislatur ohnmächtig durchzuhalten und Protest zu wählen, kann man schon jetzt seinem zivilen Ungehorsam freien Lauf lassen. Das ist aber nur gemeinsam erfolgreich. Deshalb bleibt es beim müssTen. Genau da ist aber unsere Schwachstelle als Mecklenburger. Solange fast jedes Menschlein hierzulande lieber sein Ding für sich macht, stehen arme Verlierer und reiche Sieger jedesmal von vornherein fest.
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    Demokratie ist in der Geschichte eine seltene Ausnahme und lebt vom Einbringen, oft gegen unseren inneren Schweinehund, trotz bescheidener Erfolgsaussichten.

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