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Internationaler Weltkrebstag: 53 000 Erkrankungen in zehn Jahren in Mecklenburg-Vorpommern

4. Februar 2018

Am heutigen Sonntag wird der jährliche „Internationale Weltkrebstag“ begangen. Die Weltkrebsorganisation UICC („Union internationale contre le cancer“) setzt in diesem Jahr den Fokus auf das Thema Bewegung als Präventionsmaßnahme. „In allen Lebensphasen ist es wichtig, sich körperlich zu betätigen. Bewegung hilft gesunden und bereits erkrankten Menschen, das eigene Wohlbefinden zu steigern und das Immunsystem zu kräftigen. Mit dem Internationalen Weltkrebstag soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass regelmäßige Bewegung nach medizinischen Erkenntnissen das eigene Krebsrisiko senken kann“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern rund 53.500 Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren die Diagnose Krebs erhielten (Stand 31.12.2015). Krebserkrankungen treten zumeist im höheren Lebensalter auf: Die Hälfte der neuerkrankten Männer im Diagnosejahr 2015 waren 69 Jahre oder älter. Bei den Frauen betrug das mittlere Erkrankungsalter 70 Jahre. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen leben in Mecklenburg-Vorpommern rund jeder siebente Mann und jede vierzehnte Frau mit einer in den letzten 10 Jahren diagnostizierten Krebserkrankung. „Prävention und eine aktive Lebensweise ist neben der Krebsfrüherkennung ein bedeutender Bestandteil, um möglichst lange ein gesundes Leben zu führen. Auch während einer Therapie und in der Nachsorge kann sportliche Aktivität helfen“, sagte Glawe.

Der Gesundheitsminister hat dafür geworben, die vorhandenen Beratungsangebote im Land zu nutzen. „Erkrankte können neben den Ärzten als Ansprechpartner auch das Selbsthilfenetz nutzen. Hier können sich Erkrankte und ihre Angehörigen austauschen und gegenseitig helfen“, so Glawe weiter. In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.selbsthilfe-mv.de umfassend über Selbsthilfegruppen für Erkrankte und ihre Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern.

Wer seinen Alltag bewegungsreicher gestalten möchte, erhält Tipps und Anleitungen in einem Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – weniger Krebsrisiko“. Kostenfreie Bestellung unter www.krebshilfe.de/infomaterial.

Krebserkrankungen werden im Gemeinsamen Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen erfasst. Die Daten werden in verschlüsselter Form gespeichert und ausgewertet, um wichtige Informationen über Ursachen, Entwicklung und Vorbereitung der verschiedenen Krebsarten zu gewinnen. In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Ärzte zur Meldung verpflichtet. Weitere Informationen unter: www.krebsregister.berlin.de

 


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