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Ordentlich Fördermittel für die Warener Goethestraße – Sanierung ab dem Frühjahr 2017 – Auch Bäume müssen weichen

19. Oktober 2016

Warens Kietzstraße ist nach längerer Bauphase wieder frei, die neuen Schikanen haben sich bislang als alles andere als verkehrsberuhigend gezeigt, und in wenigen Monaten startet ganz in der Nähe die nächste Baumaßnahme: Warens Goethestraße wird saniert. Komplett. Aber keine Sorge. Nicht mit einem Mal, sondern in drei Etappen.

Los geht’s im März kommenden Jahres an der Kreuzung zur Hauptmann-Alle bis zu Kreuzung Liebknechtstraße. Abschnitt zwei beginnt im September 2017 und geht dann bis zur Feuerwehr. Und Abschnitt drei ab Mai 2018 bis November 2018 für den Rest.

goetheAlles in allem investiert die Stadt Waren mehr als 1,4 Millionen Euro in die Straße. Aber nicht alleine. Ende der Woche schaut Verkehrsminister Christian Pegel mit einem Fördermittelbescheid über 366 600 Euro vorbei.

Er weiß nur noch nicht genau, wohin damit.  In einer Pressemitteilung steht, dass er das Geld im Landratsamt abgibt, aber eigentlich wartet man in der Stadtverwaltung auf den Scheck…. Aber der Fördemittel-erfahrene Minister wird den richtige Adressaten schon rechtzeitig finden.

Rund 580 Meter Fahrbahn will die Stadt in der Goethestraße sanieren, und sie deutlich schmaler machen, nämlich um knapp zwei Meter. Auch Einengungen wie jetzt in der Kietzstraße soll es wieder geben. In der Straße entstehen fast 60 Längsparksplätze. Außerdem sind drei Bushaltestellen geplant.

Aber, und das werden sicherlich viele Müritzer sehr kritisch beäugen: Es müssen auch Bäume fallen. „Nicht erhaltenswerte“, wie es im Gutachten heißt. Dabei soll es sich fast ausschließlich um jüngere Bäume sowie zwei Altlinden handeln.

Die Anwohner wurden informiert und sind zweigeteilt. Einige finden die Sanierung gut und hoffen auf eine Verkehrsberuhigung, andere befürchten, dass es durch das ständige anfahren und bremsen zu noch mehr Lärm kommt. Und sie fürchten um die alten Alleebäume. „Wenn da erst mal gebaut wird, ist plötzlich wieder einer krank und muss weg“, befürchtet einige Anlieger.


3 Antworten zu “Ordentlich Fördermittel für die Warener Goethestraße – Sanierung ab dem Frühjahr 2017 – Auch Bäume müssen weichen”

  1. susi sagt:

    die Stadt Waren verliert imer mehr an ihrem Flair! Weil alles alte, lauschige und urige weg muss. Jede Baulücke wird zugequetscht- alles nur zum Wohle und Profit gewissen Klientels. Solange die Grünen jede radikale Maßnahme bezahlt bekommen wird sich nichts ändern. Bürger wehrt euch!!!

    • jens 66 sagt:

      Waren verliert bestimmt nicht an Flair, weil eine Hoppelpiste auch für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl geebnet wird und eine Straße nicht mehr wie ein Hindernisparkour befahren werden muss. Und Profit? Wer macht hier Profit? Die Anwohner zahlen und profitieren zwar indirekt…aber sie zahlen.
      Waren verliert sein Flair, weil unsere Stadtobersten…völlig Konzeptlos…die Stadt in der Saison mit Urlaubern bis zum Erbrechen vollstopfen, aus Geldgier oder Prunksucht??? und nur nach großen Zahlen streben. Nachhaltigkeit und Saisonverlängerung … völlige Fremdwörter für Oberschullehrer und Kletterwaldbetreiber… Waren braucht dringend Menschen mit Elan und Ideen, damit nicht wieder zerstört wird, was so liebevoll entstanden ist, leider gibts dafür keine Fördermittel.

  2. Elmar sagt:

    Erst werden Straßen verbreitert, weil das für den dicken Trabbiverkehr in der DDR gebraucht wurde und dann wieder schmaler, weil das nun, wo es viel weniger Autos zu geben scheint, doch nicht gebraucht wird, Alleebäume wurden gepflanzt, weil das schön und gut für die Luft ist und dann gerodet, weil für die Straßenverschmalerung im Weg, Schatten und Laub sowieso ein Ärgernis. Die Gehwege müssen an den breiteren und dann schmaleren Straßen auch jedesmal verlegt werden. Pflaster, Großflächenplatten, dann kleine Gehwegplatten und dann wieder Pflaster. Erst wird Parkraum geschaffen, damit die Leute zu den Geschäften kommen und dann, weil das doof aussieht, wieder beseitigt um sie dann wieder neu zu schaffen, nun aber mit Automat und Zeitbegrenzung. Mal werden Radspuren geschaffen, damit sie ein paar Jahre später durch Radwege ersetzt werden. Dumm nur, dass da Alleebäume stehen. Also weg damit. Zu guter Letzt erfinden wir auch hier die „verkehrsberuhigten Zonen“ mit Tempo 5, wo dann alles durcheinanderquirlt, wie im Mittelalter, ohne Bäume. Wir bauen auf und reißen nieder. So ha´m wir Arbeit immer wieder.
    All das spült Gewerbesteuereinnahmen ins Stadtsäckel und Geld in die gut bekannten örtlichen Bauunternehmen und Planungsbüros. Woher es kommt? Egal, wer für die Fördermittel aus Schwerin, Berlin und Brüssel aufkommt. Die Kostenbescheide an die Anwohner unterschreibt auch kein Herr Möller. Sie werden automatisch erstellt und sind ohne, dass jemand dafür seinen Namen hergibt, gültig. Warum für Soziales gleichzeitig nicht genug Geld da ist? Klar: Das sind doch verschiedene Konten. Das dürfen wir nicht durcheinanderbringen!

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