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Statt Abschaffung des Schulgeldes jetzt sogar eine Erhöhung

25. Oktober 2017

Er wollte die Abschaffung des Schulgeldes für Warener Eltern, doch sein Antrag ist im Kultur- und Bildungsausschuss durchgefallen. Stattdessen beschlossen die Mitglieder die Erhöhung des Schulgeldes von 25 auf 30 Euro im Jahr. Für den Antragsteller Toralf Schnur (FDP) nicht nur ein Unding, sondern auch Grund genug, wie schon in Sachen Schwimmhalle ein Bürgervotum einzuholen.

Fast 700 000 Euro mehr als eingeplant wird die Stadt Waren wahrscheinlich in diesem Jahr an Gewerbesteuer einnehmen. FDP-Mann Toralf Schnur möchte, dass dieses Geld den Einwohnern zugute kommt. Er stellte deshalb den Antrag, die Schulkosten in Höhe von jetzt noch 25 Euro, die Eltern in der Stadt derzeit bezahlen müssen, abzuschaffen.

Das Schulgeld zahlen Eltern für Gegenstände und Materialien, die im Unterricht gebraucht werden. In der Stadt Waren betragen diese Schulkosten seit rund 20 Jahren 25 Euro im Jahr.

„Wenn wir auf dieses Geld verzichten, entlasten wir zum einen die Familien mit Kindern und bauen zum anderen auch gleich Bürokratie ab. Denn für dieses Geld müssen im Jahr um die 3200 Bescheide herausgeschickt werden“, sagte Toralf Schnur. Außerdem sei es seiner Meinung wichtig, endlich mal ein Signal zu setzen und den Einwohnern auch etwas zurückzugeben.

Doch die anderen Mitglieder des zuständigen Kultur-und Bildungsausschusses fanden das nicht, lehnten seinen Antrag ab und stimmten stattdessen dem Antrag der Stadtverwaltung zu, wonach das Schulgeld von 25 auf 30 Euro pro Jahr erhöht wird.

Mit folgender Begründung: „Mit dieser Verwaltungsvorschrift soll die Erhebung des Grenzbetrages für die Schulen in unserer Trägerschaft den gegebenen und notwendigen Anforderungen angepasst werden. Die Schulleitungen wurden im Vorfeld der Erarbeitung der Beschlussvorlage mit einbezogen und befürworten diese Verfahrensweise.“ Aha, dann weiß man ja, warum.

„Wenn es um Wahlen geht, tönen immer alle, dass Bildung nichts kosten darf, Kitas kostenfrei werden sollen, und, und, und. Wenn’s dann aber drauf ankommt, wird sogar eine Erhöhung beschlossen. Und mal eben 6,9 Millionen Euro für den Ausbau der Steinmole. Wer soll das verstehen“, so Toralf Schnur gegenüber „Wir sind Müritzer“.

 


8 Antworten zu “Statt Abschaffung des Schulgeldes jetzt sogar eine Erhöhung”

  1. East West sagt:

    Ganz erhlich,die 30 Euro sollte doch jeder haben. Das es heut zu Tage nichts mehr umsonst gibt,sollte auch ein Herr Schnur wissen. Denn die Zeiten wo es noch alles umsonst gab und der Staat alles bezahlte,haben ja gezeigt, das es auch nicht funktionierte. Und die 30 Euro sind ja auch für Arbeitsmaterialien für unsere Kinder zum lernen,und das Geld sollte jeder haben.

  2. k.frind sagt:

    Wenn die Qualität des Bildungssystem’s hier im Land stimmen würde,dann wären die Schulkosten ja noch in Ordnung. Deutschland investiert aber lieber Milliarden in Beton u Steine,statt in die Zukunft der Kinder.Wenn man hört das es in manchen Schulen reinregnet, Lehrermangel u Unterrichtsausfall ohne Ende dazu ist der Unterricht wenig Qualitativ. Das Schulenglisch was mein hier an den Schulen erlernt hat,also mit diesen komisch erlerntem Englisch,kann mein Kind im internationalem Studium nichts anfangen. Mein Kind hat sich die englische Sprache selber beigebracht,wärend andere deutsche Studenten ihr Studium gleich am Anfang hingeschmießen haben,weil sie den Unterricht auf Grund der Sprache nicht folgen konnten.Da fragt man sich schon für was man Schulkosten gezahlt hat. In den Land wo mein Kind jetze lernt wird nicht nur in Steine u Beton investiert.Das Land ist noch so schlau u investiert sehr viel in die Zukunft der Kinder,die ja nun mal in 20 Jahren was im Kopf haben müssen um das ganze Erbaute auch bewirtschaften zu können. Wärend Deutschland ja jetze schon alt aussieht und keine Fachkräfte hat. In den Land wo mein Kind jetze ist,bekommt jedes Kind ob arm oder reich schon bei der Geburt gezeigt das es im Land etwas Wert ist u willkommen ist.Jedes Kind bekommt ei Startpacket.Darin enthalten sind Winterjacken,alles was es zum anziehen braucht,Flaschen usw. Schulkosten gibt es dort nicht. Im Gegenteil. Bücher,Hefte auch Stifte gibt es bis zum Ende der Schullaufbahn für alle Kinder kostenfrei. Der Umgang dort mit den Kindern zahlt sich auch aus. Wärend man hier im Land eine Tagesreise organisieren mus nur um zu einem Fachartzt zu kommen u sich glücklich schätzen kann das man bei der Wartezeit noch immer lebt.Also die Sorge hat mein Kind im Ausland gerade nicht.Dort hat die Uni einen eigenen Artzt und nicht nur das zur Uni gehören auch zwei eigene Krankenschwestern. Zum Uni Essen was 2.60 kostet gibt es aber für jeden Studenten eine kostenlose Beilage u zwei gratis Getränke dazu. Hier auf der Uni war reines durch paucken angesagt.Von 6.00 uhr bis 19.00 uhr war mein Kind hier auf den Beinen.Danach ging es nicht ins Bett sondern es wurde bis Nachts durch gelernt für Hausarbeiten u Prüfungen. Mein Kind lernt jetze genau das gleiche nur ebend in einem anderem Land u mit einem riesiegem Unterschied. Punkt 15.30 ist Feierabend.Vor den Prüfungen gibt es einen ganzen Tag frei zum lernen.Dort wird ein Jugendlicher auch wie ein Jugendlicher behandelt. Also Kinder u Jugendliche stehen insgesamt gesehen dort ganz oben.Auf jedenfall sind Ausgaben für Kinder dort genauso wichtig wie Ausgaben für Steine u Beton. Das Schulgeld hier mag irgend jemanden was bringen aber den Kindern bringt es ganz bestimmt nix. Ironischerweise kommen dann am besten noch Reportagen darüber das Kinder sich immer weniger ein Pausenbrot leisten können. Das Schulgeld steigt u steigt eigendlich für nix.Weil manche Schulmaterialien braucht dort kein Mensch

  3. Ich sagt:

    Wahrscheinlich hat Herr Schnur die Stadtvertreter mit seinem Antrag auf Abschaffung des Schulgeldes erst auf die Erhöhung gebracht!

  4. kerstin sagt:

    An Ihre Wahlversprechen und Ihre Taten soll man Sie messen ! Und dann wundern sich unsere Politiker, das man die
    AFD wählt.

  5. KA sagt:

    Bevor es zu einer Erhöhung des Schulgeldes kommt sollte erst einmal der Unterricht abgesichert sein.

  6. SH sagt:

    Herr Schnur muss wirklich Langeweile haben.

  7. W sagt:

    Schulmaterialien werden nicht abgeschrieben. Doch dürfen die Schüler sie jedes Jahr auf’s neue bezahlen. Das rechnet sich für die Stadt. Nicht anders erkläre ich mir, dass im Physikkabinett mit handgefertigten Bauteilen auf Pertinaxbrettchen experimentiert wird und in Geographie so manche Karte sozialistische Länder auferstehen lässt. Man muss kein Marxist sein, um festzustellen, dass es in dieser Gesellschaft nur um Gewinnmaximierung geht, bis in die öffentliche Verwaltung hinein.

  8. Peggy Wendt sagt:

    Es verwundert mich doch etwas, dass wir bereits bei einer Elternversammlung Ende Juni d. J. über die Erhöhung des Grenzbetrages von 25 auf 30 Euro für das jetzige Schuljahr informiert wurden, obwohl sie erst jetzt beschlossen wurde.
    Einen Vorschlag zur Verwendung des Mehrbetrages habe ich auch:
    Wie wäre es, die Schulbuchexemplare, die als Freiexemplare zur Verfügung gestellt werden, bereits mit Schutzumschlag versehen an die Schüler auszugeben? Das würde das jährlich wiederkehrende „Spektakel“ der Buch- und Heftumschlagsuche deutlich minimieren. Einmal erworbene Buchhüllen kann man selten ein 2. Mal nutzen, da in diesem Land jeder Schulbuchverlag seine Werke nach eigenem Gustus formatiert und im nächsten Jahr vielleicht das Format stimmt, aber die Farbe nicht und umgekehrt.

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