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Bekommt eine Schule zum Jubiläum den Namen Walther Preik?

1. Dezember 2018

Ein tolle Idee und eine würdige Ehrung für einen ganz Großen der Stadt: Der bekannte Warener Bildhauer Walther Preik, der im Mai dieses Jahres im Alter von 86 Jahren gestorben ist, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach bald im Namen einer Warener Schule wiederfinden.
Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ möchte die Regionale Schule Waren/West, die im kommenden Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, den Namen Walther Preik zum Jubiläum annehmen. Die genaue Bezeichnung ist zwar noch offen, aber erste Gespräche sind positiv gelaufen – auch mit den beiden Söhnen des verstorbenen Künstlers, Jan und Ole Preik.

„Wir würden uns sehr freuen, wenn das klappt, denn es bestehen viele Berührungspunkte. Durch die Nähe zur Schule gab es schon früher enge Beziehungen zwischen der Schule und Herrn Preik, er hat viele Schüler in sein Atelier am Volksbad gelassen und ihnen auf seine unnachahmliche Art und Weise erklärt, wie er arbeitet“, so Schulleiterin Sylvia Hänsel auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“.  Und auch die beiden Söhne von Walther Preik wollen diese Partnerschaft gerne fortsetzen.
Ob die Namensgebung vollzogen wird, entscheidet sich in Kürze.

Sicher ist aber heute schon, dass die Regionale Schule Waren/West ihren 50. Geburtstag in der ersten Septemberwoche 2019 ganz groß feiern möchte. Die Mitglieder des Wahlpflichtkurses „Chronik“ sind unter Anleitung von Martina Hammermeister und Mithilfe von Direktorin Sylvia Hänsel jetzt schon eifrig dabei, in der Geschichte des Hauses zu stöbern und haben deshalb in dieser Woche bei Jürgen Kniesz im Stadtgeschichtlichen Museum vorbei geschaut.

Im dortigen Fundus gibt’s beispielsweise ein „Gruppenbuch“ aus den 80-er Jahren, das wegen der aus heutiger Sicht „niedlichen“Passbilder zunächst für viel Gelächter bei den Nachwuchs-Geschichtsforschern sorgte, in dem sich aber beispielsweise auch ein Beitrag über einen Besuch bei Walther Preik findet.

Gut zwei Millionen Ostmark für 26 Unterrichtsräume

Die Regionale Schule Waren/West war die erste Neubauschule Warens und wurde für das wachsende Wohngebiet im September 1969 mit 26 Unterrichtsräumen für 826 Mädchen und Jungen eröffnet. Ein Jahr später erhielt die Schule den Namen „Friedrich Engels“, doch der war nach der politischen Wende nicht mehr gewollt, obwohl auch heute noch viele „Ur-Warener“ nur von der Engelsschule sprechen.

Der Bau der Schule hat damals übrigens 2,273 Millionen Ostmark gekostet, die große Sporthalle, die 1971 in Betrieb ging, noch einmal 2,017 Millionen Euro. Interessante Zahlen – gerade auch in Anbetracht der aktuellen Diskussion um die Sanierung von Warener Schulen.

Anna, Lea, Sven, Johannes, Samy und Alina vom Wahlpflichtkurs „Chronik“ möchten aber noch mehr erfahren über ihre Schule, vor allem aus der früheren Geschichte. Deshalb hoffen sie auf die Mithilfe ehemaliger Schüler. Wer noch Bilder und vor allem Erlebnisse beisteuern kann, wird gebeten, sich in der Schule zu melden. Denn Erzählungen aus dem eigenen Erleben lassen viel intensivere Einblicke in die Geschichte zu als irgendwelche Chroniken.

„Wir möchten gerne auch Stunden der Begegnung initiieren, wo heutige Schüler mit Ehemaligen zusammentreffen“, verrät Sylvia Hänsel. Genügend Gesprächsstoff dürfte es bei 50 Jahren Schulgeschichte auf jeden Fall geben.

„Wir sind Müritzer“ wird bis zum Jubiläum regelmäßig aus der Geschichte der Regionalen Schule Waren/West berichten.

Foto ganz oben: Die Mädchen und Jungen des Wahlpflichtkurses „Chronik“ haben in dieser Woche mit Direktorin Sylvia Hänsel und Martina Hammerschmidt im Stadtgeschichtlichen Museum vorbei geschaut.


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