
Die Villa war einst das Wohnhaus der gleichnamigen Tuchmacher-Fabrikantenfamilie Quandt, die inzwischen zu den reichsten deutschen Familien gehört, vor allem bekannt als Mehrheitseigentümer einer großen bayerischen Automarke. Sie hatte ihre Ursprünge in Pritzwalk und Wittstock (WsM berichtete). Die Familie galt als eifriger NSDAP-Unterstützer und war 1945 in den Westen geflohen, im Osten aber enteignet worden. Inzwischen fiel die Immobilie an das Land Brandenburg. Dieses hatte sie nun zur Versteigerung freigegeben.
Zu dem dreigeschossigen Gebäude, in dem lange Jahre die Polizei untergebracht war, gehören ein Grundstück mit 5000 Quadratmetern, ein Garagenteil mit neun Stellplätzen und ein großer Telekom-Funkturm – da dürfte es auch mit dem Empfang klappen. Als Besonderheit sind im Keller der Quandt-Villa sogar noch ein paar Gewahrsamszellen erhalten. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz.







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