
So erwarb Emil Quandt 1865 eine Tuchfabrik in Pritzwalk. Sein Sohn Günther übernahm 1901 die Tuchfabrik Wittstock, von der noch beeindruckende Industriegebäude stehen. Da die Geschäfte – auch mit Uniformen und später Fahrzeugbatterien und anderem – gut liefen, baute sich Günther die Quandt-Villa etwa um 1920. Zu dem dreigeschossigen Gebäude gehört ein Grundstück mit 5000 Quadratmetern.
Die Erbauer galten als NSDAP-Unterstützer, Günther Quandt war sogar Wehrwirtschaftsführer, und musste das Haus nach 1945 abgeben. Viele Jahre war dort die Polizei untergebracht. Deshalb gibt es auch große Garagen und ein Nebengebäude. Das gesamte Areal steht – im Gegensatz zu dem mehrere hundert Meter entfernten Industriekomplex – nicht unter Denkmalschutz. Es steht seit gut zwei Jahren leer und soll laut Deutsche Grundstückauktionen AG mindestens 220 000 Euro kosten.
Die Stadt Wittstock hofft, dass sich am Freitag ab 11 Uhr bei der Auktion ein Käufer findet und will selbst nicht mitbieten. Dafür will die Stadt das beeindruckende alte Industriegelände von damals für mehrere Millionen Euro umgestalten und sanieren: Dort soll ein Bildungscampus für zwei Schulen entstehen.












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